
Hydrokultur: Erfolgreiche Pflanzenkultur ohne Erde
Sorgenfrei schöne Pflanzen genießen: Die Hydrokultur versorgt Ihre Zimmerpflanzen automatisch mit Wasser und Nährstoffen – auch während Urlaub oder hektischer Tage. Kräftiges Wachstum, gesunde Blätter und üppige Blüten inklusive.
Autorin: Cornelia Förster
Vorteile und Einsatzmöglichkeiten der Hydrokultur
Wie der Name verrät, basiert die Hydrokultur auf Wasser (hydro = Wasser). Pflanzen entwickeln dabei im Laufe der Zeit Wasserwurzeln statt Erdwurzeln und können so in speziellen Töpfen optimal platziert werden. Wichtig sind neben den passenden Töpfen ein geeignetes Substrat wie Blähton oder Pflanzton sowie ein Wasserstandsanzeiger, der die Pflege erleichtert.
Wer die Hydrokultur einmal ausprobiert hat, möchte ihre Vorteile meist nicht mehr missen:
- Allergikerfreundlich: Das Substrat bietet keinen Nährboden für Allergene, was das Pflanzenleben in Innenräumen deutlich erleichtert.
- Langlebige Pflanzen: Viele Arten wachsen gesünder und bleiben länger vital.
- Optimale Luftversorgung: Durch die Struktur des Substrats erhalten Grün- und Blühpflanzen mehr Sauerstoff
- Einfaches Umtopfen: Pflanzen lassen sich leichter aus dem Substrat entnehmen, das Umtopfen ist sauberer, und die Wurzeln können auf Schäden kontrolliert werden.
- Pflegeleicht: Die unkomplizierte Bewässerung und das geringe Pflegeaufkommen machen die Hydrokultur ideal für Zuhause, Büro, Praxisräume oder sogar Krankenhäuser.
Dank dieser Eigenschaften ist die Hydrokultur eine moderne, saubere und effiziente Alternative zur klassischen Erde – perfekt für alle, die gesunde Pflanzen ohne großen Aufwand genießen möchten.
Schicke Pflanzen bereits in Hydrokultur
Gerade Zimmerpflanzen in Blähton gibt es in Hülle und Fülle
So gelingt die Umstellung auf Hydrokultur im Frühjahr
- Austopfen
Am Anfang der Umstellung von Erde auf Hydrokultur steht das vorsichtige Austopfen der Pflanze. Lösen Sie den Ballen sanft aus dem Topf, indem Sie diesen leicht drücken oder klopfen. Sind die Wurzeln bereits aus dem Topf gewachsen, können diese abgeschnitten werden.
- Wurzelbereich reinigen
Der wichtigste Schritt: Entfernen Sie alle Erdreste aus dem Wurzelbereich. Entfernen Sie zunächst grobe Reste und spülen Sie die Wurzeln anschließend vorsichtig unter fließendem Wasser. Verbleibende Erde kann sonst zu Fäulnis führen.
- Eintopfen
Sind die Wurzeln sauber, kann die Pflanze in das neue Substrat – meist Blähton – eingesetzt werden. Hierfür wird der Wasserstandsanzeiger am Innentopf angebracht, der Topf teils mit Blähton gefüllt, die Pflanze auf gleiche Höhe gesetzt wie zuvor und anschließend der Bereich um die Pflanze mit Blähton aufgefüllt.

Exemplarisch – die Hydrokultur im Detail
Welche Pflanzen eignen sich für Hydrokultur?
In der Hydrokultur kommen Pflanzen ganz ohne Erde aus. Wer sich Hydropflanzen ins Zuhause holen möchte, kann diese fertig getopft kaufen oder selbst umsetzen. Prinzipiell kann fast jede Pflanze in Hydrokultur gedeihen, eine Umstellung von Hydro- auf Erdkultur ist jedoch nicht möglich.
Sowohl Grünpflanzen wie Yucca, Zimmerfarn oder Dieffenbachien als auch ausgefallene Blühpflanzen wie Orchideen, Sukkulenten oder Kakteen fühlen sich in der erdelosen Alternative wohl.
Der beste Zeitpunkt für einen Wechsel Erde auf Hydrokultur ist das Frühjahr. Besonders Jungpflanzen eignen sich gut für den Wechsel, da sie noch verstärkt Wurzeln bilden und sich leichter an das neue Substrat gewöhnen.
Alternative Varianten mit Bewässerungssystem wie Lechuza oder Seramis erleichtern den Gießzyklus ebenfalls. Im Vergleich zur Hydrokultur werden die Pflanzen samt Erdballen in das neue Substrat getopft.



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