
Nadelgehölze alias Koniferen: Standort, Pflanzung & Pflege
Die meisten Nadelgehölze gehören zu den immergrünen Pflanzen. Besonders in den Wintermonaten bringen sie mit ihrem frischen Grün Farbe in den Garten oder Vorgarten. Auch Balkon und Terrasse wirken durch das satte Laub lebendiger. In unseren Breitengraden erweisen sich die robusten Gehölze zudem als winterhart und pflegeleicht – ideal auch für die Pflanzung im Friedhofsbereich.
Autorin: Cornelia Förster
Was sind Koniferen bzw. Nadelgehölze?
Umgangssprachlich werden die Begriffe Koniferen und Nadelgehölze oft als Synonym genutzt. Streng genommen beschreibt jedoch der Begriff „Koniferen“ die Gehölzgruppe treffender, denn nicht alle Arten tragen Nadeln – manche besitzen Schuppenblätter. Die Übersetzung des botanischen Begriffs "Konifere" bedeutet nämlich "Zapfenträger". Besonders bekannt sind hier die hochwachsenden Zypressen- und Scheinzypressenarten.
Charakteristisch für Koniferen ist, dass ihre Samenanlagen nicht von einem Fruchtknoten umschlossen sind, sondern offen hinter den Zapfenschuppen liegen. Damit zählen sie zu den sogenannten Nacktsamern und unterscheiden sich grundlegend von den Laubgehölzen.
Unser Koniferen-Auswahl
Je nach Platzangebot, Standort und eigenem Wunsch lässt sich die passende Konifere für Ihren Garten finden
Der passende Standort für die Gehölze
Koniferen wie Thuja, Scheinzypresse, Wacholder, Tanne oder Fichte stellen an den Gartenboden in der Regel keine besonderen Ansprüche. Wichtig ist, dass er weder zu Staunässe neigt noch vollständig austrocknet. Ideal ist ein gut durchlässiger, nährstoffreicher und leicht feuchter Boden.
Die meisten Koniferen bevorzugen helle Standorte mit viel Sonne bis Halbschatten. Einige Arten wie die Eibe kommen jedoch auch mit schattigen Lagen gut zurecht.
Koniferen richtig in den Garten pflanzen
Sie haben für Ihren Garten das passende Nadelgehölz gefunden und freuen sich darauf, dieses an seinen Platz zu pflanzen?
Diese Schritt für Schritt-Anleitung hilft Ihnen dabei:
1. Vor dem Pflanzen empfiehlt es sich, den Wurzelballen Ihres Nadelbaums in einen Eimer mit Wasser zu stellen.
2. Parallel können Sie eine Pflanzgrube ausheben, die doppelt so groß ist wie der Wurzelballen.
3. Der Aushub wird anschließend mit Kompost und Dehner Koniferendünger vermischt.
4. Das Nadelgehölz kann dann in das Pflanzloch gesetzt werden. Rund herum wird mit der vorbereiteten Erde aufgefüllt. Diese wird gründlich festgedrückt und angegossen – dies führt zu einem raschen Bodenschluss und somit zu einem guten Anwachsen.
5. Zu Beginn ist ein Gießrand ratsam, um die Pflanze mit ausreichend Wasser zu versorgen und ein Abfließen zu vermeiden.
Werkzeuge zum Graben
Mit diesen Helfern gelingt das Einpflanzen wie von selbst
Nadelgehölze kommen in Kombination mit Rindenmulch besonders gut zur Geltung. Während manche Pflanzen den durch Mulch entstehenden, leicht sauren pH-Wert nicht vertragen, stellt dies für Koniferen kein Problem dar. Zudem reduziert eine Mulchschicht die Verdunstung und hemmt gleichzeitig das Aufkommen von Unkraut.
Pflegetipps für Nadelgehölze
Erde lockern: Normalerweise reicht es, die Erde rund um ein Nadelgehölz einmal jährlich mit der Harke aufzulockern. Gut geeignet ist dafür der Herbst. Dabei kann eine Gabe abgelagerter Kompost eingearbeitet werden.
Verwendung der Koniferen
Nadelgehölze lassen sich vielseitig einsetzen. Sie bringen ihren eigenen Charme, ihre eigenen Vorteile und Vorzüge und dürfen durchaus Beachtung auch auf engstem Raum finden.
Solitär und Struktur
- Gut geeignet für das Beet oder die Gartenhecke sind: Zypressen, Eiben wie auch Fichten
- Wichtig: Ausreichend Platz und der passende Rahmen für eine entsprechende Wirkung
Kübel
- Besonders geeignet: Schwach- und langsamwüchsige Sorten des Wacholders, der Eibe oder Kiefer
- Wichtig: Der Topf für Koniferen sollte doppelt so groß sein wie der Wurzelballen
Hecke
- Vor allem bekannt und häufig genutzt sind: Thuja, Scheinzypressen, aber auch Eiben oder Fichten
- Wichtig: Sinnvoll ist es, regelmäßig zu schneiden – die Hecke sollte unten breiter sein als oben
Friedhof
- Für geringe Pflege empfehlenswert: Kleinwüchsige Arten der Kiefer, der Thuja oder des Wacholders
- Wichtig: Regelmäßige Schnittmaßnahmen, um den kompakten Wuchs der Pflanzen zu erhalten
Haben Sie Ihre Grünlinge zurückgeschnitten, lässt sich allerlei mit dem Schnittgut anfangen. Es eignet sich perfekt für Kränze, Gestecke oder kann wunderbar zum Winterschutz eingesetzt werden.









