
Blumenzwiebeln pflanzen – Farbe für Ihren Garten
Blumenzwiebeln und Knollen lassen sich unkompliziert pflanzen und gedeihen sowohl im Gartenboden als auch im Pflanzgefäß. Selbst ohne große Gartenerfahrung können Sie sich im Frühling über ein farbenfrohes Blütenmeer freuen. Achten Sie beim Kauf auf die Blütezeiten und kombinieren Sie passende Sorten – so genießen Sie mehr als 100 Tage lang farbenprächtige Blütenpracht.
Autorin: Cornelia Förster
Pflanzzeitpunkt von Frühjahrs- und Sommerblühern
Frühjahrs- und Sommerblüher werden zu unterschiedlichen Terminen gesetzt, abhängig von der Kälteempfindlichkeit der Zwiebeln.
Frühjahrsblüher benötigen eine kalte Ruhephase im Winter, um zu blühen. Daher werden diese Blumenzwiebeln im Herbst zwischen September und Dezember gesteckt. Eine praktische Faustregel: Wenn die Quitten reif sind, ist der ideale Stecktermin erreicht. Vorgetriebene Blumenzwiebeln können alternativ auch erst im Frühling gepflanzt werden.
Sommerblüher hingegen sind oft kälteempfindlich und nicht winterhart. Sie sollten erst nach dem letzten Frost, also zwischen April und Mai, in die Erde gesetzt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Bodentemperatur stabil über 10 °C liegt.
Welche Zwiebelblumen blühen wann?
Frühlingsblüher verzaubern uns schon in den ersten warmen Tagen des Jahres mit einer farbenfrohen Pracht. Sobald die Sonne wieder kräftiger scheint und der Boden auftaut, entfalten die zarten Blumen ihre Blüten und läuten den Frühling ein. Sie blühen je nach Sorte ab Januar bis Juni.
Sommerblüher bescheren Ihnen in den warmen Monaten ein wahres Farbenmeer im Beet und Kübel. Sie blühen meist ab Juni und dann ausdauernd bis in den Herbst hinein. Manche spätblühenden Vertreter wie die Herbst-Alpenveilchen sorgen sogar bis in den November für bunte Aussichten.
Blumenzwiebeln richtig pflanzen – Schritt für Schritt
Blumenzwiebeln und Knollenpflanzen sind unkompliziert und gedeihen in fast jedem Boden. Staunässe und langanhaltende Trockenheit vertragen sie jedoch nicht. Der Boden sollte daher einen guten Wasserabzug bieten und gleichzeitig aber eine gewisse Feuchtigkeit speichern – besonders bei Blumenzwiebeln in Töpfen.
Pflanzen Sie die Blumenzwiebeln etwa doppelt so tief, wie sie hoch sind. In leichten Substraten dürfen sie etwas tiefer gesetzt werden als in schweren Böden. Zu tief gesetzte Zwiebeln entwickeln schwächeres Wachstum und weniger Blüten.
Achten Sie außerdem darauf, die Zwiebelspitze nach oben zu richten, während die breite Unterseite die Wurzeln bildet. So ist das Wachstum optimal gewährleistet.
Die richtige Pflanztiefe von sommerblühenden Blumenzwiebeln

Die richtige Pflanztiefe von frühjahrsblühenden Blumenzwiebeln

Blumenzwiebeln im Beet oder Rasen pflanzen
Möchten Sie mehrere Blumenzwiebel in einem Tuff, zum Beispiel im Rasen oder Beet, pflanzen, heben Sie ein ausreichend großes Loch aus. Für einzelne Zwiebeln reicht ein kleiner Aushub mit einem Blumenzwiebelpflanzer. Als Schutz vor Fressfeinden können Sie Blumenzwiebelschalen verwenden – diese erleichtern außerdem das Ausgraben im Winter.
Bedecken Sie die Blumenzwiebeln anschließend mit Erde und drücken Sie diese leicht an. Nach dem Pflanzen heißt es gut angießen: So bleibt der Boden feucht, die Wurzelbildung wird angeregt und die Nährstoffaufnahme verbessert.
Blumenzwiebeln in den Topf setzen
Egal ob Schale oder Kübel: Eine Drainageschicht aus Blähton, Tonscherben oder Kieselsteinen (5–12 cm, je nach Gefäßhöhe) verhindert Staunässe. Darauf kommt durchlässige Blumenerde, in die die Zwiebeln gesetzt werden. Am besten eignen sich Gefäße mit Abflussloch aus Terrakotta, Holz oder frostfestem Kunststoff. Ein sonniger bis halbschattiger Standort sorgt für üppige Blüte.
Besonders dekorativ ist das Schichtprinzip, auch „Lasagnen-Pflanzung“ genannt: Im unteren Bereich werden hochwachsende Zwiebeln wie Tulpen eingesetzt, darüber mittelhohe wie Narzissen und oben niedrig wachsende Arten wie Krokusse oder Traubenhyazinthen.
Nach dem Einsetzen gründlich angießen, danach mäßig, aber regelmäßig gießen – auch im Winter bei längeren Trockenphasen. Für den Winter ist ein Schutz der Zwiebeln im Topf wichtig: Große, dickwandige Gefäße sind ideal, zusätzlich können Jute, Vlies oder Laub als Isolierung dienen.
Empfindliche Arten wie Dahlien oder Gladiolen lagern frostfrei im Keller oder in der Garage. Winterharte Zwiebeln wie Tulpen, Narzissen oder Krokusse können an einer geschützten Stelle draußen überwintern.
Blumenzwiebeln richtig düngen
Vor dem Pflanzen der Zwiebelblumen ist es sinnvoll, den Boden mit Kompost anzureichern. Organischen Materialien verbessern die Bodenstruktur, fördern das Wurzelwachstum und versorgen die Zwiebelblumen mit Nährstoffen. Nach dem Pflanzen kann eine leichte Startdüngung, zum Beispiel mit Hornspänen, zusätzlich Nährstoffpower liefern.
Zum Blühbeginn empfiehlt sich eine erneute Düngung. Gut geeignet ist ein universeller Blumendünger, der die Pflanzen weiterhin mit Nährstoffen versorgt. Düngen Sie am besten bis zum Ende der Blüte, damit Ihre bezaubernden Schönheiten ihre ganze Pracht zeigen können.
Blumenzwiebeln überwintern: Wer muss rein, wer darf draußen bleiben?
Frühlingsblüher wie Narzissen, Tulpen, Krokusse und Schneeglöckchen sind winterhart. Sie überstehen niedrige Temperaturen ohne Probleme und können den Winter eingepflanzt im Garten verbringen.
Sommerblüher aus tropischen Regionen wie Dahlien, Gladiolen, Canna, Begonien, Montbretien oder Pfauenlilien hingegen überleben den Winter nicht ohne Schutz. Diese Zwiebeln und Knollen sollten vor dem ersten Frost ausgegraben und im Winterquartier einlagert werden.
So lagern Sie Blumenzwiebeln richtig:
- Stängel vor dem Ausgraben auf 5–15 cm kürzen.
- Erde vorsichtig lockern und die Zwiebeln herausheben.
- Zwiebeln gut durchtrocknen lassen.
- Auf Fäulnis und Schädlinge kontrollieren und nur gesunde Knollen einlagern.
- Flache Holzkisten verwenden, die den Zwiebeln ausreichend Platz bieten, um Schimmel zu vermeiden.
- Als Lagerort eignen sich luftige, schattige und frostfreie Standorte. Das muss nicht unbedingt der Keller sein.
Winterharte Zwiebeln in Töpfen:
- Können in der Erde bleiben. Sie überwintern wettergeschützt nahe der Hauswand.
- Zusätzlicher Winterschutz durch Jute-Gewebe oder Kokosmatten schützt vor Kälte.







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