
Chili & Peperoni – hot & spicy
Chilis und Peperoni locken mit Herausforderung. Mal mild, mal scharf und immer Anlass für kleine Verwechslungen. Das Schotengemüse wartet sowohl bei den Chilis als auch Peperoni mit bunten Farben, klein oder groß und unterschiedlichen Formen auf den Gourmet. Für jede Speise und jeden Wunsch gibt es demnach die passende Variante.
Autor: Gastautor
Scharf, Schärfer – welcher Schärfegrad?
Um unterschiedliche Schärfegrade klassifizieren zu können, gibt es eine weltweit einheitliche Schärfe-Skala, die sogenannte Scoville-Skala. Der Schärfegrad ist nicht nur sortenabhängig, sondern kann mit zunehmender Fruchtreife höher und sogar an ein und derselben Pflanze verschieden sein.
Je nach Verträglichkeit kann die Schärfe auch gut für die Gesundheit sein. Sie wirkt entzündungshemmend, verdauungsfördernd und regt den Kreislauf und das Immunsystem an.
- 1: Sowas nennt man Peperoni?
- 2 + 3: Ich spüre da etwas Scharfes.
- 4 + 5 + 6: Der ist nicht ohne, hier haben wir eine echte Peperoni. Ein Joghurt sollte zum Löschen bereitstehen!
- 7 + 8: Sehr scharf – ich schwitze, huste, brenne – aber ich lebe noch. Dieser Spaß hat Nachwirkungen!
- 9 + 10: Höllisch scharf – ich bin sprachlos, sind meine Lippen noch da? Das ist kein Kinderspiel – nur in Kleinstmengen zu verwenden – äußerste Vorsicht ist geboten.
Chilis & Peperoni aus Saatgut anziehen
Möchten Sie Ihre Chilis und Peperoni selbst anziehen, stehen Ihnen tolle Hilfsmittel zur Verfügung. Gut zur Aussaat geeignet sind kleine Anzuchttöpfe, Multitopfplatten oder ein Mini-Gewächshaus. Alles passt meist gut auf ein normales Fensterbrett.
Den anfänglichen Nährstoffbedarf decken können Sie mit der passenden Anzuchterde, mit der Sie die Dunkelkeimer dünn bedecken. Wichtig ist eine zusätzliche Abdeckung, die neben dem Gießen für ein entsprechendes Kleinklima sorgt. Bei einem hellen Standort und einer Temperatur von 25 °C zeigen die Pflänzchen je nach Sorte nach ca. 3–25 Tagen ihr zartes Grün.
Nun heißt es zum Pikierstab greifen und für mehr Platz sorgen. Wichtig ist, dass die Mini-Pflänzchen ohne großen Schaden entnommen werden und in einen größeren Topf umsiedeln. Dort erwartet sie eine magere Anzuchterde, die nach dem Umsetzen festgedrückt wird. Beides fördert das Wurzelwachstum. Zusammen mit weiterhin 25 °C und regelmäßigem Gießen wachsen und gedeihen die Pflanzen bestens.
Zubehör zur Anzucht der Pflänzchen
Setzen Sie Ihre Chili- und Peperoni-Pflanzen tiefer in den Topf. Sie sind in der Lage, auch oberhalb des Wurzelballens neue Wurzeln zu bilden, um mehr Wasser und auch Nährstoffe aufzunehmen.
So fühlen sich die Gemüsepflanzen wohl
Chilis und Peperoni lieben vor allem eins: Wärme – und zwar 18–25 °C auch nach der Anzucht! Ideal ist ein sonniger sowie wind- und regengeschützter Standort mit lockerem, humosem, ausreichend feuchtem Boden, jedoch ohne Staunässe.
Es empfiehlt sich ein Anbau im Gewächshaus oder im überdeckten Frühbeetkasten. Wem das nicht zur Verfügung steht, kann das vorgesehene Freilandbeet vor dem Auspflanzen mit einer schwarzen Mulchfolie oder mit Vlies abdecken. Auch ein Hochbeet mit anfänglichem Schutz ist zu empfehlen. Vor der Pflanzung können Sie die Erde mit Kompost oder Horndünger versorgen.
Besonders wohl fühlt sich das Schotengemüse auch im günstigen Klima von Balkon und Terrasse. Stellen Sie den Kübel vor eine wärmende Wand. Ein Gefäß mit mindestens zehn Litern Inhalt ist perfekt geeignet. Gerade bei der Topfkultur ist eine hochwertige Erde ebenfalls ganz wichtig. Auch wenn sie Staunässe nicht mögen, austrocknen sollten Ihre Schützlinge auch nicht. Trockenheit wird mit Knospenfall quittiert.
Feurige Ernte im Hochbeet
Equipment für Chilis & Peperoni in Öl und mehr
FAQs: Häufige Fragen zu Chili & Peperoni – wir antworten!
- Wann ist die beste Erntezeit? Ab August können je nach Sorte die ersten Früchte geerntet werden. Spätestens im Oktober sollte die Ernte abgeschlossen sein, da Chili und Peperoni sehr frostempfindlich sind.
- Woran erkenne ich reife Früchte? Sobald sie ihre sortentypische Farbe erreicht haben. Nach etwa 5 Tagen sind sie voll ausgereift und besonders aromatisch.
- Wie ernte ich richtig? Am besten mit Schere oder Messer direkt zwischen Schote und Stiel abschneiden, um die Pflanze nicht zu verletzen.
- Kann man Chilis und Peperoni nachreifen lassen? Ja, unreife Früchte können an einem warmen Platz nachreifen, erreichen aber nicht ganz das Aroma sonnengereifter Früchte.
- Wie lagere ich die Ernte? Frisch geerntete Chilis und Peperoni halten sich im Kühlschrank nur wenige Tage. Wer sie länger genießen möchte, kann sie einfrieren, trocknen oder in Öl und Essig einlegen – so bleiben Aroma und Schärfe lange erhalten.







