
Erdbeeren – das rote und leckere Glück
Ob frisch auf dem Tisch, in Sommersalaten oder als süße Marmelade – diese Beere ist immer eine Gaumenfreude. Ganz nebenbei versorgen Erdbeeren den Körper mit reichlich Vitamin C, Calcium und Magnesium.
Autorin: Cornelia Förster
Ganz wichtig bei der Anbauplanung: Auf dem Standort sollten mindestens drei Jahre zuvor keine Erdbeeren gepflanzt worden sein. Die beste Vorkultur für Erdbeeren sind Tagetes, die den Boden reinigen (z. B. von Nematoden). Ist der Gartenboden nicht der Hit, können Sie diesen mit spezieller Beerenerde aufwerten.
Erdbeeranbau auf kleinstem Raum
Erdbeeren naschen geht immer – auch auf kleinstem Raum! Gut geeignet sind immertragende Hänge- und Klettererdbeeren, die perfekt in jedes Pflanzgefäß passen. Auch Walderdbeeren lassen sich hervorragend im Halbschatten z. B. zur Beeteinfassung nutzen.
Möglichkeiten auf begrenzter Fläche wie z. B. auf dem Balkon sind:
- Hängeampeln mit Früchten zum Greifen nah.
- Balkonkästen mit einer Bepflanzung aus Erdbeeren, Kräutern wie Basilikum, Minze oder auch mit Sommerblumen wie Tagetes oder Zwergdahlien.
- Kübel entweder mit Solo-Erdbeeren oder Erdbeeren als Unterpflanzung von Stämmchen, z. B. Johannisbeer- oder Stachelbeerstämmchen, Zwergpfirsichen & Co.
- Hochbeete, die verschiedenen Erdbeersorten mit unterschiedlichen Reifezeitpunkten Platz bieten. Auch hier können weitere Pflanzen wie z. B. der Rhabarber einziehen.
Beim Pflücken die unreifen Beeren hängen lassen – sie reifen nicht nach. Also immer nur rote Erdbeeren ernten. Die Kelche sowie Stiele sollten erst kurz vor der Weiterverarbeitung entfernt werden. Die Erdbeeren behalten so länger ihr Aroma.
Pflege im Herbst
Im klassischen Erdbeerbeet ist es bei einmaltragenden Erdbeeren nach der Ernte Zeit für einen Schnitt für das Erdbeerlaub. Bis zum 15. August ist ein Schnitt möglich – die Herzknospen bleiben stehen. Denn daraus entwickeln sich bis zum Herbst kräftige, gesunde Pflanzen für die nächste Saison.
Für schöne große Früchte und besten Ertrag bleiben Ihre Beeren 2–3 Jahre auf ihrem Platz. Anschließend dürfen neue Erdbeerpflänzchen in den Garten einziehen oder Sie vermehren über Ableger.
Einfacher ist es bei Monatserdbeeren, denn hier ist die wichtigste Pflegemaßnahme das fleißige Naschen der Früchte, denn durch regelmäßiges Ernten wird die Pflanze zur Produktion neuer Früchte angeregt.
FAQs: Häufige Fragen zu Erdbeeren – wir antworten!
- Wann ist die beste Pflanzzeit für Erdbeeren? Am besten pflanzt man Erdbeeren im Spätsommer. Dann können die Pflanzen noch vor dem Winter ein starkes Wurzelsystem entwickeln und im nächsten Jahr reich tragen. Auch eine Frühjahrspflanzung ist möglich, bringt jedoch meist erst im Folgejahr gute Erträge.
- Wie oft muss man Erdbeeren gießen? Erdbeeren mögen gleichmäßig feuchte Erde. Besonders während der Blüte und Fruchtbildung sollten sie regelmäßig gegossen werden – idealerweise morgens. Staunässe unbedingt vermeiden.
- Welcher Standort eignet sich für Erdbeeren? Am besten gedeihen sie an sonnigen, warmen Plätzen mit lockerem, humusreichem Boden.
- Wie düngt man Erdbeeren richtig? Erdbeeren brauchen nur wenig Dünger. Eine Gabe Beerendünger im Frühjahr und eine weitere nach der Ernte reichen in der Regel aus.
- Wie schützt man Erdbeeren vor Fäulnis? Damit die Früchte nicht auf feuchtem Boden liegen, sollte man Stroh oder Holzwolle unterlegen. Das hält sie sauber und verhindert Fäulnis
- Wie lange tragen Erdbeerpflanzen Früchte? In der Regel bringen Erdbeerpflanzen drei bis vier Jahre gute Erträge. Danach lohnt es sich, das Beet neu zu bepflanzen.







