
Heidelbeeren aus dem Garten
Die dunkelblau-schwarzen Beeren liegen im Trend und liefern ganz nebenbei wertvolles Vitamin C. Mit dem richtigen Standort, Boden, einer passenden Sorte und etwas Pflege steht einer reichen Ernte nichts im Weg.
Autorin: Cornelia Förster
Wissenswertes über Heidelbeeren, auch Blaubeeren genannt
Bei uns heimisch sind die Waldheidelbeeren (Vaccinium myrtillus). Mit etwa 50 cm Wuchshöhe sind sie zwar kompakt, dafür haben ihre Früchte umso mehr Geschmack. Ähnlich lecker sind die Kulturheidelbeeren, die von der nordamerikanischen Schwester (Vaccinium corymbosum) abstammen. Sie unterscheiden sich vor allem in Fruchtgröße, Fruchtfleischfarbe und der Dauer der Fruchtbildung.
Selbstversorger freuen sich über den vielseitigen Nutzen der Beerensträucher. Im Mai locken weiße Blüten Bienen & Co. in den Garten. Von Juli bis September können die Beeren je nach Sorte geerntet werden. Anschließend zieren die Sträucher den Garten mit ihrer hübschen, dunkelroten Herbstfärbung.
Vor allem auf die Standortverhältnisse legt das Heidekrautgewächs (Ericaceae) großen Wert. Stimmen diese, sind die Beeren eigentlich recht pflegeleicht und liefern dank neuerer Züchtungen zuverlässig leckere Beeren.
Beinahe könnte man meinen, Bienen merken sich „gute Plätze“. Finden sie bei Ihnen viele verschiedene Pollen- und Nektarquellen, kehren sie gern zurück. Ihr Nutzen: Die emsigen Brummer bestäuben Ihre Pflanzen zuverlässig.
Bester Geheimtipp: Beerig gute Heidelbeeren
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Top 5: Standort, Boden, Düngung, Bewässerung und Schnitt
Dürfen Heidelbeeren in den Garten oder auf den Balkon, ist es sinnvoll, sich die natürlichen Standortbedingungen & Co. anzusehen. Wie alle typischen Heidekrautgewächse legen Blaubeeren einen gesteigerten Wert auf entsprechende Böden.
Besonderes Highlight: Die Beeren im Gefäß
Heidelbeeren bzw. Blaubeeren lassen sich auch super im Kübel kultivieren. Gut geeignet sind vor allem schwachwüchsige, eher klein bleibende Sorten.
Aufgrund ihres hohen Zierwerts sind Heidelbeeren ein toller Schmuck für Balkon und Terrasse, der zudem noch leckere Beeren zum Naschen & Co. liefert. Kombinationen mit silberlaubigen Kräutern wie z. B. Salbei, Wermut oder Currykraut, alternativ blau blühenden Sommerblumen wie Männertreu oder Leberbalsam sind wahre Hingucker.
Der Clou: Blaubeeren sind auch im Kübel absolut winterhart und dürfen in der kalten Jahreszeit durchaus draußen bleiben.
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Erziehung und regelmäßiger Schnitt für große Früchte
Alle 3–4 Jahre werden alte Zweige über jungen Seitentrieben und vergreiste Triebe entfernt. Die schönsten Früchte bilden sich an dem zweijährigen Holz. Gerade an älteren Zweigen bilden sich nur mehr kleinere Beeren.
Ernte und Verwendung der Superbeeren
Heidelbeeren reifen ab Juli bis in den September hinein. Besonders wichtig ist, dass nur reife Früchte vom Strauch gezupft werden, da Heidelbeeren nicht wie anderes Obst oder Gemüse nachreifen. Je nach Sorte und Entwicklungsstand der Pflanze ist eine Ernte von ca. 4 kg Beeren pro Strauch möglich.
Haben Sie die leckeren Früchte erst einmal gepflückt, ist Plan A interessant – ab in den Mund oder z. B. frisch in einen Obstsalat. Plan B dürfte dann in Richtung Weiterverarbeiten zielen.
Möglich sind: Einfrieren, Marmelade oder auch Kompott. Auch für Säfte, Liköre oder andere Süßspeisen eignen sich die kleinen Kugeln. Wie ihre Geschwister die Preiselbeeren finden Heidelbeeren nach und nach auch Verwendung bei herzhaften Gerichten.
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