
Himbeeren pflanzen, pflegen und genießen
Himbeeren sind köstlich und vielseitig: Direkt vom Strauch naschen oder für Kuchen, Marmelade und Obstsalat verwenden. Mit dem richtigen Standort und etwas Pflege liefern die Pflanzen vitaminreiche Früchte für eine reiche Sommerernte.
Autorin: Cornelia Förster
Gut zu wissen! Himbeer–Know–how
Himbeeren wurden bereits um 1500 n. Chr. als Heilpflanzen in Klostergärten angebaut und zählen heute zu den beliebtesten Obstsorten in Hobbygärten. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und stammen meist von der europäischen Waldhimbeere (Rubus idaeus) ab. Der Name leitet sich vom althochdeutschen „Hintperi“ ab. Je nach Region sind Himbeeren auch unter Namen wie Imbere, Himmere, Himpelbeere oder Holbeer bekannt.
Klein- oder großfruchtig, rot, gelb oder schwarz – für jeden Geschmack gibt es die passende Sorte. Mit Sommer- und Herbsthimbeeren lässt sich die Erntezeit verlängern, besonders Herbsthimbeeren remontieren bei richtigem Schnitt mehrfach.
Top 5: Standort, Boden, Düngung, Bewässerung und Schnitt
Himbeeren gehören zu den dankbaren Gesellen, die zusätzliche Pflegemaßnahmen mit einer leckeren Ernte belohnen. Neben einem Spalier für den passenden Halt, dem richtigen Pflanzabstand in der Reihe von mindestens 50 cm und einer nur vorsichtigen Bodenbearbeitung – freut sich der Flachwurzler über den richtigen Standort und kleine "Zuckerle".
Himbeerpflanzen richtig schneiden und erziehen
In der Tat treiben Himbeeren jährlich neue Ruten aus. Die Schnittvarianten richten sich dennoch nach deren Blüh- bzw. Erntezeitpunkt.
Heutzutage werden die Beeren in drei Gruppen eingeteilt: Die einmalig im Sommer tragenden, die einmalig im Herbst tragenden und die zweimal tragenden Beeren – die sogenannten Two-Timer.
Himbeeren kommen gut mit eisigen Temperaturen zurecht und sind hart im Nehmen. Normaler Weise benötigen sie keine zusätzlichen Winterschutzmaßnahmen. Auch kältere Winter werden von den winterharten Pflanzen meist super weggesteckt. Lediglich bei Neupflanzungen empfiehlt sich ein Winterschutz wie z. B. eine Mulchschicht.
Himbeeren in Mischkultur für beste Pflanzengesundheit
Beerige Ernte und Verwendungsmöglichkeiten
Reif ernten – so lautet die Devise bei Himbeeren. Im Vergleich zu manch anderem Obst oder auch Gemüse reifen Himbeeren nicht nach. Je nach Sorte heißt es deshalb von Ende Juni bis Ende Oktober zugreifen. Sind Sie sich nicht ganz sicher, ob die Früchte wirklich reif sind, genügt ein leichtes Ziehen an der Frucht. Löst sie sich leicht, dann ist es soweit!
Das geniale bei Himbeeren: Die Ernte dauert an, so dass der Strauch mehrfach geerntet werden kann. So kommen Sie immer wieder in den Genuss der vielen Mineralstoffe, Vitamine und des herrlichen Geschmacks.
Bleiben einmal Früchte übrig, können diese den Speisezettel vielseitig aufpeppen. Die Beeren schmecken sowohl als Marmelade, frisch auf dem Kuchen, mit gebacken oder z. B. auch in einem Smoothie bzw. als Topping auf einem Salat.




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