
Zucchini: Vielseitig, lecker und einfach anzubauen
Roh, gedünstet, gekocht, angebraten, gebacken oder eingelegt – Zucchini schmecken immer. Kein Wunder, dass sie aus vielen Gärten nicht wegzudenken sind und gern auf den Teller kommen. Zum Glück ist der Anbau von Zucchini unkompliziert.
Autorin: Kathrin Knechtel
Wissenswertes zur Zucchini
Zucchinipflanzen (Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina) sind mit Kürbissen verwandt und gehören zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Die Herkunft des Namens ist leicht erklärt: Ursprünglich stammt das Gemüse aus Südeuropa, in Italien werden Kürbisse „Zuccho“ genannt, daher bedeutet Zucchini so viel wie „kleiner Kürbis“.
Klein bleiben Zucchini nicht unbedingt – je länger sie an der Pflanze wachsen, desto größer werden die Früchte. Am besten schmecken sie jedoch mit 15–20 cm. Eine Pflanze reicht in der Regel aus, um einen Zwei-Personen-Haushalt über den Sommer zu versorgen: Bei guter Pflege liefert sie von Juni bis Herbst bis zu fünf Früchte pro Woche.
Bei kühlerem Wetter entstehen verstärkt männliche Blüten. Für die Fruchtbildung werden immer männliche und weibliche Blüten benötigt. Weibliche Blüten erkennt man an kurzen Stielen und dem kleinen Fruchtknoten. Können Bienen und andere Bestäuber nicht aushelfen, lassen sich die männlichen Blüten auch von Hand zur Befruchtung nutzen.
Zucchini-Genuss dank Saatgut oder Jungpflanzen
Ob Sie nun per Aussaat oder zugekaufter Zucchinipflänzchen zu einer reichen Ernte kommen, bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Mitte April geht es mit der Selbstaussaat los. Auf der Fensterbank lassen sich Zucchini super vorziehen. Alternativ unter Glas oder im Frühbeet. Die jungen Pflänzchen ziehen dann nach den Eisheiligen ins Freiland. Möchten Sie direkt im Garten oder in Töpfen auf der Terrasse oder dem Balkon aussäen, heißt es ebenfalls bis Mitte/Ende Mai warten. Vorteil der späten Direktsaat, die Pflanzen bilden ein tiefreichenderes Wurzelsystem und etablieren sich besonders gut.
Anzucht aus Samen und Pflanzung
Ob mit Anzuchttöpfchen, Multitopfplatten oder gar in einem Mini-Gewächshaus – Zucchinipflanzen keimen nach etwa einer Woche. Wichtig ist ausreichend Licht, da sie zu den Lichtkeimern gehören.
Die Anzuchterde sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Die optimale Temperatur liegt bei 20–22 °C. Die Pflanzen wachsen rasch und können nach ca. 3 Wochen umsiedeln. Beim Auspflanzen ins Freie wird der Pikierstab gezückt und darauf geachtet, dass frostfreie Bedingungen herrschen.
Ab Mitte Mai kann Zucchini auch direkt ins Beet oder in Töpfe gesät werden. Der empfohlene Pflanzabstand beträgt etwa 80 × 80 cm.
Tipp: Zucchinipflanzen wachsen und gedeihen auch perfekt in einem Pflanzkübel, wenn ausreichend Erdvolumen vorhanden ist. Optimal sind mindestens 40 L-Kübel mit Platz und Nährstoffen.
Der optimale Standort
Zucchini sind das ideale Einsteigergemüse für alle, die noch wenig Erfahrung im Garten haben, aber trotzdem ihren grünen Daumen ausleben möchten. Die robusten Pflanzen bringen zuverlässig Erträge und gehören daher in jeden Nutzgarten.
Sie lassen sich sowohl im Freiland, Beet, Hochbeet, Hügelbeet oder im Topf auf dem Balkon kultivieren. Wer ein Gewächshaus hat, kann den Pflanzen dort ein geschütztes Plätzchen bieten.
Der optimale Standort bietet einen durchlässigen, nährstoffreichen und humosen Boden. Zucchini lieben warme und sonnige Lagen in Südausrichtung.
Es wächst sich besser mit den richtigen Nachbarn
Zucchini ernten und verwenden
Viele Sorten der Zucchini können ab Anfang Juni geerntet werden und schmecken besonders zart, wenn sie noch kleinfruchtig sind. Wichtig ist, dass sie vor den ersten Herbstfrösten mit einem scharfen Messer in die Küche wandern. Auch vorsichtiges Abdrehen der reifen Zucchini ist während der Erntezeit möglich.
Das mediterrane Gemüse lässt sich vielfältig einsetzen und verarbeiten. Ob auf dem Grill, im Ofen, der Pfanne oder als Suppe – Zucchini sorgen für einen zusätzlichen Pfiff. Das Geniale: Durch ihren eher zarten Geschmack lässt sie sich hervorragend mit anderen Gemüse-Arten kombinieren. Auch als Beilage bei typischen Hauptgerichten kann sie punkten.
Sie hätten es gerne süß? Kein Thema, Zucchini passen auch wunderbar in einen Kuchen. Gemüsemuffel lassen sich hier vielleicht vom Gegenteil überzeugen und finden sie auf einmal superlecker.
Schon gewusst? Auch die Zucchiniblüten sind essbar und lassen sich gefüllt, frittiert oder ausgebacken genießen. Am besten morgens ernten und am gleichen Tag zubereiten – dann schmecken sie besonders gut. Sollten sie einmal nicht gleich auf den Teller wandern, sind die gelben Blüten 4–6 Tage im Kühlschrank haltbar.





