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Steckbrief Antennenwelse
Ordnung: Harnischwelse / Saugwelse (Loricariidae)
Gattung: Ancistrus spec.
Größe: 8–13 cm
Verhalten: Friedlich, dämmerungsaktiv
Wasser: Wasserhärte 2–30 °dGH und neutral–alkalisch (pH-Wert 5,8–8)
Temperatur: 18–27 °C
Futter: Pflanzliches Futter, Gemüse, Artemia und Mückenlarven, spezielle Welstabletten, die Holz enthalten
Vergessellschaftung: Versteht sich mit Garnelen, Schnecken, Muscheln, anderen Welsarten sowie Zierfischen aus Südamerika; keine Vergesellschaftung mit anderen Arten der Gattung Ancistrus
Autorin: Kathrin Knechtel
In unseren Märkten zu finden
Wissenswertes
Der Antennenwels, auch bekannt als Scheibenknutscher, Putzerfisch oder Scheibenputzer, gehört zur Familie der Harnischwelse. Er ist in Mittel- und Südamerika beheimatet, vor allem im Rio Negro und in den klaren, schnell fließenden Zuflüssen des Amazonas. Zu den bekanntesten Arten der Gattung Ancistrus zählen der Blaue Antennenwels, der Braune Antennenwels und der Weißsaum-Ancistrus.
Antennenwelse haben eine dunkelbraune Färbung mit hellen Punkten auf dem Körper und hellen Streifen in den Flossen. Ein markantes Merkmal zur Unterscheidung der Geschlechter sind die Fortsätze an Maul und Stirn: Männchen besitzen geweihartige Ausstülpungen, während Weibchen nur dünne, kurze Fortsätze haben.
Aufgrund ihrer Nachtaktivität verfügen Antennenwelse über adaptive Augen. Tagsüber ist ein kleiner Lichtschutzfleck im Auge sichtbar, der die Iris abdunkelt. Nachts verschwindet dieser Fleck, wodurch die Augen der Welse größer wirken.
Verhalten der Welse
Der Antennenwels ist kein Schwarmfisch und kann problemlos allein im Aquarium gehalten werden. Soll eine Gruppe gehalten werden, empfiehlt sich ein Männchen mit 2–3 Weibchen, da mehrere Männchen wegen Revierkämpfen problematisch sein können.
Beim Laichen wechseln die Welse ihre Partner, da nicht alle Männchen mit jedem Weibchen verträglich sind. Als Höhlenbrüter übernimmt das Männchen die Brutpflege, indem es den Laich bewacht und befächelt. Nach dem Schlüpfen werden die Jungtiere schnell selbstständig.
Tagsüber verstecken sich die Welse in Höhlen, hinter Steinen und Wurzeln. Erst am späten Nachmittag werden sie aktiv und schlafen gern auf dem Rücken. Häufig findet man sie auch im Filterauslauf.
Nahrung – geeignetes Futter für Welse
Auf dem Speiseplan der Antennenwelse steht pflanzliches Futter wie Algen, Pflanzen und Grünfuttertabletten. Auch Gemüse in Form von eingeweichtem Salat, rohen Gurkenscheiben, überbrühtem Spinat und Zucchini schmecken den Fischen. Um ein Verfaulen von nicht gefressenem Gemüses zu verhindern, wird dieses nach 1–2 Tagen aus dem Aquarium entfernt. Um die Darmfunktion der Welse aufrechtzuerhalten, kommen spezielle Welstabletten, die Holz enthalten, zum Einsatz. Zur Abwechslung können die Tiere hin und wieder auch Lebendfutter wie Artemia und Mückenlarven fressen.
Antennenwelse sind in vielen Dehner-Märkten erhältlich. Unser Team berät Sie gerne zur artgerechten Haltung und passenden Aquariengestaltung.


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