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Steckbrief Graskarpfen

Steckbrief Graskarpfen

Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Familie: Xenocyprididae
Gattung: Ctenophar yngodon
Größe: Bis zu 150 cm lang, durchschnittlich 60–100 cm
Alter: Bis zu 20 Jahre
Verhalten: Friedlich, sehr aktiv, tagsüber überwiegend in Ufernähe unterwegs
Wasser: Bevorzugt langsam fließende oder stehende, pflanzenreiche Gewässer,
sauerstoffreich und nährstoffhaltig
Temperatur: 22–26 °C 
Futter: Pflanzenfresser (Wasserpflanzen, Algen)
Vergessellschaftung: Gut mit anderen friedlichen Fischarten verträglich
Autorin: Silvia Schröder

In unseren Märkten zu finden

Wissenswertes

Der Graskarpfen, auch Weißer Amur, Grasfisch oder Chinakarpfen genannt, stammt ursprünglich aus den großen Flusssystemen Ostasiens, insbesondere aus dem Amur, Jangtsekiang und Mekong. Bereits im 10. Jahrhundert wurde er in China als Speisefisch gezüchtet. Heute zählt er weltweit zu den bedeutendsten Arten der Aquakultur und ist längst nicht mehr nur in Asien verbreitet.

Seit den 1960er-Jahren wird der Graskarpfen auch in Europa gezielt in Teichen und Seen eingesetzt, um das Wachstum von Wasserpflanzen auf natürliche Weise zu regulieren.

Ausgewachsene Graskarpfen erreichen meist eine Länge von 60–100 cm, in seltenen Fällen wurden sogar Exemplare mit einer Länge von 150 cm gesichtet. Bereits nach vier bis sechs Jahren haben die Fische häufig ihre Endgröße erreicht. Charakteristisch ist ihr langgestreckter, stromlinienförmiger Körper mit einer oliv- bis dunkelgrünen Rückenfärbung. Zur Körperunterseite hin werden die Schuppen zunehmend heller und erscheinen am Bauch beinahe weiß. Die dunkel umrandeten Schuppen verleihen dem Graskarpfen zudem sein markantes Erscheinungsbild. Typisch sind außerdem das bartlose Maul sowie eine kleine Vertiefung zwischen den Nasenöffnungen an der Schnauze.

Glühbirnen-Icon 

Schon gewusst? Der Deutsche Name Graskarpfen lässt vermuten, dass er mit dem Karpfen verwandt ist. Dem ist allerdings nicht so.
Der Graskarpfen ist monotypisch, also der einzige seiner Art und nicht näher mit dem uns bekannten Karpfen verwandt.

Verhalten

Der Graskarpfen ist ein tagaktiver Schwarmfisch und bevorzugt als Lebensraum warme, pflanzenreiche Gewässer mit geringer Strömung und hohem Sauerstoffgehalt. Die größte Aktivität weist er im späten Frühjahr auf, wenn die Wassertemperaturen ansteigen. In wärmeren Regionen kann er sich fortpflanzen, in Mitteleuropa gelingt dies jedoch nur selten, da die nötigen Bedingungen – wie lange Wanderungen in fließenden Gewässern und bestimmte Wassertemperaturen – fehlen. Daher ist er hierzulande auf künstliche Vermehrung angewiesen.

Haltung & Pflege

Aufgrund ihrer Größe eignen sich Graskarpfen vor allem für große Teiche und weitläufige Gewässer. Der Teich sollte ein Volumen von mindestens 10.000 Litern sowie eine Tiefe von mindestens 1,2 m aufweisen. Nur in ausreichend großen Gewässern können sich die Fische artgerecht bewegen und ihr natürliches Wachstum entfalten. Achten Sie zudem darauf, genügend Schwimmraum sowie Bereiche mit Wasserpflanzen bereitzustellen.
Pflege der Graskarpfen

Pflege der Graskarpfen

Der ph-Wert sollte bei 7,0 und die Wasserhärte bei 5–15° dGH liegen. Am wohlsten fühlt sich der Graskarpfen in einer Wassertemperatur von 22–26 °C. Ferner braucht er dichte Bepflanzung und sauberes, sauerstoffreiches Wasser. Eine Winterruhe im Teich ist möglich, wenn dieser nicht zufriert.
Zur Pflege & Technik

Nahrung

Als Vegetarier ernährt sich der Graskarpfen ausschließlich von pflanzlicher Kost. Dabei zeigt er sich wenig wählerisch: Neben weichen Algen zählen auch Schilf, Seerosen, Wasserpflanzen und Gräser zu seinem Speiseplan. Aufgrund seines enormen Appetits kann ein ausgewachsener Graskarpfen täglich Pflanzenmengen aufnehmen, die nahezu seinem eigenen Körpergewicht entsprechen. Das können bei einem ausgewachsenen Tier bis zu 40 kg sein! Trotz dieser beachtlichen Fressleistung ist seine Verdauung vergleichsweise ineffizient. Nur etwa 10 % der Menge der aufgenommenen Nahrung können verwertet werden, während der Großteil als organische Ausscheidung wieder ins Gewässer gelangt.

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Graskarpfen in guter Gesellschaft

Graskarpfen in guter Gesellschaft

Graskarpfen lassen sich gut mit anderen friedlichen Teichbewohnern vergesellschaften. Besonders geeignet sind Koi, Schleien, Goldfische und andere Karpfenartige, da sie ähnliche Ansprüche an Lebensraum und Wasserqualität stellen. Da Graskarpfen groß werden und viel fressen, sollte das Gewässer ausreichend groß sein, damit kein Konkurrenzdruck entsteht. Auch Jungfische anderer Arten sind in der Regel sicher, da Graskarpfen reine Pflanzenfresser sind. Eine Haltung in Gruppen wird empfohlen, da sie sich in Gesellschaft wohler fühlen.
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Graskarpfen sind in vielen Dehner Märkten erhältlich. Unser Team berät Sie gerne zur richtigen Teichgröße und zur passenden Filterung und Gestaltung Ihres Teichbiotops.
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