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Exotische Mitbewohner: Reptilien als Haustiere

Exotische Mitbewohner: Reptilien als Haustiere

Reptilien zu halten ist ein faszinierendes Hobby und zudem wenig zeitaufwendig. Sie überlegen, sich ein oder mehrere Reptilien für Zuhause anzuschaffen? Nur zu, bringen Sie Urzeit-Feeling in Ihr Wohnzimmer! Was Ihren exotischen Mitbewohner besonders gefällt, verrät Ihnen dieser Ratgeber.

Autorin: Kathrin Knechtel

Gecko, Schlange oder Echse: Das spricht dafür, Reptilien zu halten

Reptilien sind ideal für Menschen, die nicht rund um die Uhr zuhause sein können. Anders als Hund und Katze brauchen die Terrarienbewohner nämlich weder Erziehung noch stundenlange Spaziergänge zum Auspowern. Im Gegenteil, die faszinierenden Tiere können sich problemlos den ganzen Tag mit sich selbst beschäftigen. Auch intensive Kuscheleinheiten benötigen sie nicht, das Verlassen des sicheren Terrariums ist für Reptilien vielmehr mit Stress verbunden. Daher sind sie perfekt für alle, die gern beobachten. Für den Umgang mit Kindern, die gern engen Kontakt zum Haustier suchen, sind Reptilien indes eher ungeeignet.

 

Terrarientiere haben so gut wie kein Fell und produzieren keine allergenen Stoffe. Für Tierhaar-Allergiker sind Reptilien somit eine gute Wahl!

Reptilien als Haustiere: Arten für Anfänger

Welche Reptilien kann man zu Hause halten? Unter den richtigen Bedingungen grundsätzlich eine ganze Menge, egal ob Sie kleine Arten bevorzugen oder lieber große, eher behäbige Echsen betrachten. Die folgenden Reptilien sind besonders für Anfänger geeignet:

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    Schon gewusst? Schlangen wie Würge- oder Riesenschlangen (z. B. Python oder Boa constrictor) sind ungiftig, aber nicht ungefährlich und in einigen Bundesländern meldepflichtig. Giftschlangen (z. B. Viper oder Kobra) sind lebensbedrohlich und erfordern einen Sachkundenachweis; je nach Bundesland besteht Meldepflicht oder Haltungsverbot.

    Schlangen – Häutung, Sinne und Sozialverhalten im Überblick

    Häutung: Eine Schlange häutet sich je nach Alter und Haltungsbedingungen unterschiedlich oft. Die meisten Arten wachsen besonders in den ersten 2–3 Jahren und häuten sich in dieser Zeit alle vier Wochen, ältere Schlangen nur zwei- oder dreimal im Jahr. Weibliche Schlangen hingegen häuten sich oft kurz vor der Eiablage bzw. Geburt der Jungschlangen.

    Zum Abstreifen der Haut benötigt das Tier entsprechende Gegenstände wie etwa Äste und enge Spalten. Wenn das Reptil die Haut abgestreift hat, ist es wichtig, dass Sie kontrollieren, ob auch wirklich alle Stellen gehäutet wurden. Eine Vorstellung bei einem schlangenerfahrenen Tierarzt bringt meist Aufschluss über die Ursachen von Häutungsproblemen z. B. Fütterungsfehler oder eine Überversorgung mit Vitamin A.

     

    Sinne: Während die meisten Sinne bei Schlangen hervorragend ausgebildet sind, verhält sich der Hörsinn konträr: Schlangen sind nahezu taub, denn ein Außenohr, der Gehörgang und das Trommelfell sind bei ihnen nicht vorhanden. Allerdings verfügen die Tiere über ein gut entwickeltes Innenohr, das Bodenvibrationen über den Unterkiefer wahrnimmt und registriert.

     

    Einzelgänger oder geselliges Exemplar: In der Natur sind Schlangen Einzelgänger, weshalb sie auch alleine im Terrarium gehalten werden können. Wenn Sie mehrere Exemplare wünschen, sollten Sie diese auch in getrennten Terrarien leben lassen.

    Das richtige Terrarium für Reptilien finden: Tipps für Anfänger

    Jedes Reptil fühlt sich in einem anderen Terrarium wohl. Grundsätzlich müssen die Maße des Reptilienheims an die Kopf-Rumpf-LängeKörperlänge oder Panzerlänge sowie an den Bewegungsbedarf des Tieres angepasst sein. Informieren Sie sich daher über die perfekte Größe für Ihr Haustier und bieten Sie ihm ein artgerechtes Zuhause.

     

    Richten Sie Klettermöglichkeiten und Verstecke ein, damit das Tier seinem natürlichen Verhalten nachgehen kann. Eine Wasserstelle zum Trinken oder Baden, angepasst an die Art, ist ebenfalls wichtig. Das Terrarium sollte möglichst dem natürlichen Lebensraum entsprechen, auch bei der Auswahl des Bodengrunds. Da Reptilien wechselwarm sind, brauchen sie Wärmequellen und eine technische Ausstattung für das passende Klima, inklusive hoher Luftfeuchtigkeit bei tropischen Arten.

    Trocken-, Wüsten- oder Steinterrarium: Eignet sich für Reptilien wie Bart- und Dornschwanzagamen, braune Hausschlangen, Halsband-, Leopard- und Maskenleguane sowie Leopardgeckos

     

    Regenwald- oder Tropenterrarium: Perfekt für Regenwald-Reptilien wie Dickkopfanolis, Goldstaubtaggecko, Grüner Nackenstachler und Helmleguan

     

    Waldterrarium: Hier fühlen sich Geckos, Blindschleichen, Äskulap- und Amurnattern wohl

     

    Aquaterrarium: Zuhause für die Reptilienarten Wasserschildkröten und grüne Wasseragamen

    Zu den Terrarien

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    Interessanter Fakt: Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) hat Mindestmaße für Terrarien, die für Schlangen gedacht sind, definiert. Hierfür gilt folgende Formel: 1 x 0,5 x 0,5 m der Gesamtlänge für Bodenbewohner bzw. 1 x 0,5 x 1,5 m der Gesamtlänge für Baumbewohner.

    Nützliche Technik fürs Tropen-Feeling

    Optimale Temperatur

    • Ein warmer Sonnenplatz z. B. durch Infrarot-Wärmelampen 
    • Eine kühlere Ecke für z.B. Häutungsphasen oder die Verdauung 

     

    Richtiges Substrat

     

    Ideale Feuchtigkeit

     

    Stimmige Beleuchtung

    • Simulierung der Lichtverhältnisse im Regenwald z. B. mit UV-Lampen
    • Ermöglichen eines natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus mit Hilfe einer Zeitschaltuhr

    Jetzt wird's wohnlich! Einrichtung entdecken

    Besonders wohnlich, an den natürlichen Lebensraum angepasst und einer tiergerechten Haltung entsprechend, ist das Reptilienheim jedoch erst mit zahlreichen Pflanzen, Gewächsen und Bäumen sowie VersteckenHöhlenBadebecken und Klettermöglichkeiten.

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    Ernährung und Pflege von Reptilien: Was schmeckt Ihrem exotischen Mitbewohner?

    Achten Sie bei der Zusammenstellung des Menüs für Ihr Reptil unbedingt auf die artspezifischen Anforderungen. Grundsätzlich kann sich der Speiseplan aus Insekten wie Würmern, Fliegen und Grillen, aus Obst, Gemüse und Kräutern sowie aus Nahrungsergänzungsmitteln zusammensetzen. 

     

    In der Natur jagen und fressen Schlangen lebende Tiere, um ihren Jagdtrieb auszuleben. In der Haltung wird jedoch empfohlen, tote Tiere zu füttern, da lebende Beutetiere die Schlange verletzen könnten. Futtertiere wie Kaninchen, Mäuse, Ratten oder Hamster werden meist tiefgefroren angeboten und lassen sich leicht portionieren. Durch Erwärmung vor der Fütterung wird die Akzeptanz erhöht. Jungtiere füttert man alle ein bis zwei Wochen, ältere etwa einmal monatlich.

    Die Reinigung des Heims hängt von Größe und Verhalten des Reptils ab, das Sie als Haustier gewählt haben. In jedem Fall müssen täglich Futter- und Wassernäpfe gesäubert sowie abgestorbene Haut und Schuppen aus dem Terrarium entfernt werden, genauso wie Ausscheidungen. Eine gründliche Reinigung des Reptilien-Terrariums genügt in der Regel einmal pro Woche, dabei werden die Einrichtung, Flächen und Steine abgewischt sowie vertrocknete Pflanzen entfernt. 

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    Reptilien als Haustier: Warum Artenschutz so wichtig ist

    Bevor Sie sich kleine oder große Reptilien für Zuhause anschaffen, beachten Sie: Viele Terrarientiere stehen unter Artenschutz und werden nach Deutschland geschmuggelt. Wer so ein Tier kauft, macht sich strafbar. Kaufen oder bestellen Sie aus diesem Grund niemals Tiere aus dem Ausland.

    Informieren Sie sich, ob das Reptil Ihrer Wahl artgeschützt ist und ob bestimmte Papiere notwendig sind.

    Auf Webseiten von Tierschutzverbänden finden Sie genaue Anordnungen und Informationen über bedrohte Tierarten. Lassen Sie sich zu der für Sie passenden Reptilienart beraten und holen Sie sich Tipps und Tricks, um ihren neuen Mitbewohner artgerecht zu halten.

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