
Top 10 Pflanzen für Allergiker
Pflanzen sind nicht nur dekorativ und schön anzusehen, viele tragen auch zu einem besseren Raumklima bei. Sie können Schadstoffe aus der Luft filtern, die Luftfeuchtigkeit erhöhen und tagsüber durch Photosynthese den Sauerstoffgehalt steigern. Trotz dieser wertvollen Eigenschaften sind jedoch nicht alle Pflanzen für Allergiker geeignet. Umso wichtiger ist es auf geeignete Arten zu achten. Ein Blick auf die Top 10 allergikerfreundlichen Zimmerpflanzen lohnt sich daher besonders.
Autorin: Silvia Schröder
Zimmerpflanzen können das Raumklima erheblich verbessern, gleichzeitig besteht jedoch für empfindliche Personen das Risiko, allergische Reaktionen zu entwickeln. Häufige Auslöser sind verschiedene Allergene wie zum Beispiel Pollen, die von blühenden Pflanzen freigesetzt werden und und klassische Symptome wie Niesen, eine verstopfte Nase, juckende Augen oder Husten verursachen können. Auch Schimmelbefall, der durch übermäßig feuchte Erde, Staunässe oder abgestorbene Pflanzenteile entsteht, trägt zu allergischen Reaktionen bei, da Schimmelsporen in der Luft eingeatmet werden können. Darüber hinaus können Staubpartikel auf den Blättern Hausstaubmilben enthalten, die ebenfalls eine bestimmte Allergien auslösen. Entscheidend ist dabei nicht immer die Pflanze selbst, sondern das Umfeld der Pflanze, insbesondere feuchte Erde, Schimmel und Staub. Durch regelmäßiges Lüften, Abstauben der Blätter, Vermeidung von Staunässe und gegebenenfalls die Nutzung von Hydrokultur kann das Risiko deutlich reduziert werden, sodass Pflanzen auch für Allergiker gut geeignet sind.
1. Aloe Vera

Die Aloe Vera (Aloe barbadensis) ist die bekannteste unter den Aloe Arten und eine der beliebtesten Zimmerpflanzen. Viele verbinden die Pflanze, die ursprünglich aus Südafrika stammt, mit Gesundheit, Wellness und gutem Raumklima.
• Merkmal: markante, fleischige, aufrecht wachsende Blätter
• Standort: sonnig und warm, Temperatur zwischen 18 – 22 °C
• Pflege: pflegeleicht, sehr wenig gießen
• Warum geeignet: enthält keine Reiz- und Duftstoffe, sehr geringe Pollenproduktion
Achtung: der gelbliche Pflanzensaft, der direkt unter der Blattrinde sitzt, enthält jedoch Latex, auf welches viele Menschen reagieren.
2. Bromelie

Als sogenannte Aufsitzerpflanze ist die Bromelie (Bromeliaceae) auf Bäumen in den Tropen beheimatet und nimmt über Laubtrichter Wasser und Nährstoffe auf. Aber auch in unseren Breiten erfreut sich die attraktive Zimmerpflanze mit ihren farbenfrohen Blüten und dekorativen Blattrosetten großer Beliebtheit.
• Merkmal: saftig grünes Blattwerk mit rosettenförmigem Laub
• Standort: hell, aber ohne volle Sonne, hohe Luftfeuchtigkeit
• Pflege: pflegeleicht, mit zimmerwarmem Wasser gießen
• Warum geeignet: pollenarm, kein starker Duft
3. Grünlilie

Klein, aber fein. Das passt sehr gut zur Grünlilie (Chlorophytum), die aus den subtropischen Regionen Afrikas stammt. Die zierliche Grünpflanze ist auf Grund ihrer Blätter, die am Rand weiß gezeichnet sind, ein echter Hingucker in Haus oder Wohnung. Dabei ist sie keineswegs eine Diva, sondern auch noch pflegeleicht und luftreinigend.
• Merkmal: klassische, hübsche Zimmerpflanze mit langen, dünnen grün-weißen Blättern
• Standort: gerne hell, Temperatur zwischen 10 – 30 °C
• Pflege: wenig aufwendig, feucht halten und ab und zu düngen
• Warum geeignet: kaum Pollen und geringe Reizstoffe
4. Bogenhanf

An das raue Klima Afrikas gewohnt, kommt die robuste Pflanze mit wenig Pflege aus und ist somit eine beliebte Zimmerpflanze, da sie Pflegefehler schnell verzeiht. Freunde eines gesunden Lebensstils sowie Allergiker schätzen die luftverbessernden Eigenschaften und den geringen Pollenflug des Bogenhanfs (Sansevieria).
• Merkmal: marmorierte, lange aufrecht wachsende Blätter
• Standort: sonnig bis halbschattig, warm bei 20 – 30 °C
• Pflege: pflegeleicht, wenig gießen
• Warum geeignet: wenig Blüten, robust
5.Bergpalme
.jpg&w=3840&q=75)
Die Palme ist für viele der Inbegriff für Urlaubsfeeling und deshalb sehr beliebt als Zimmerpflanze. Die ursprünglich aus den Tropen stammende Pflanze hat inzwischen viele Varianten, die für drinnen geeignet sind, d.h. sie wachsen langsam, bleiben klein und kommen mit weniger Licht aus als die Exemplare an der frischen Luft. So z.B. die Bergpalme (Chamaedorea elegans).
• Merkmal: grüne, leicht überhängende Wedel
• Standort: hell bis halbschattig, keine direkte Sonne
• Pflege: sehr pflegeleicht, mäßig gießen, regelmäßig besprühen
• Warum geeignet: pollenarm
6. Glücksfeder

Wer hätte nicht gerne ein bisschen Glück in den eigenen vier Wänden? Die aus Ostafrika stammende Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia) ist pflegeleicht und sehr genügsam. Mit den glänzend grünen, gefiederten Blätter verleiht sie jedem Raum eine elegante Note und wird ein langer, dekorativer Begleiter in Ihrem Zuhause sein.
• Merkmal: glänzende, eirunde Fiederblätter
• Standort: keine direkte Sonne, Zimmertemperatur
• Pflege: sehr pflegeleicht, regelmäßig gießen, hält aber Trockenphasen aus
• Warum geeignet: pollenarm, keine reizenden Inhaltsstoffe, robust
7. Kentia Palme

Ein weiterer Favorit unter den Zimmerpalmen ist die sehr robuste Kentia Palme (Howea forsteriana), die durch ihre filigranen Wedel besticht und jedem Raum eine tropische Note gibt. Ideal für Pflanzenanfänger, da sie pflegeleicht ist und auch mit unregelmäßigem Gießen gut zurechtkommt.
• Merkmal: breite dunkle Fiederblätter an langen Stielen
• Standort: hell bis halbschattig, Temperatur zwischen 16 – 21 °C
• Pflege: pflegeleicht, mäßig gießen, Erde immer abtrocknen lassen
• Warum geeignet: pollenarm, keine reizenden Inhaltsstoffe, robust
8. Baumfreund

Ein wahrer Blickfang mit riesigen Blättern. Der Baumfreund (Philodendron) stammt aus den tropischen Regenwäldern Südamerikas und der Karibik, wo er mit Hilfe seiner Luftwurzeln an Urwaldbäumen entlang klettert. Inzwischen auch bei uns sehr beliebt, da er robust, pflegeleicht und dekorativ zugleich ist – was will man von einer Zimmerpflanze mehr?
• Merkmal: herzförmige Blätter mit oft exotischen Blattfarben
• Standort: halbschattig bis hell, Temperatur zwischen 18 – 22 °C, hohe Luftfeuchtigkeit
• Pflege: pflegeleicht
• Warum geeignet: kaum Staub dank der großen Blätter, wenig Blütenpollen
9. Papyrus

Die Sumpfpflanze (Cyperus papyrus) stammt ursprünglich aus Ägypten. Ihre langen, filigranen Stängel und der fächerartige Blattbüschel dienten in der Antike zur Herstellung von Schreibmaterial. Heute ist die Payprus Pflanze durch ihren schlichten, dekorativen Wuchs ein echter Hingucker und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
• Merkmal: aufrecht wachsend, dünne Stiele mit einer Blätterkrone
• Standort: hell und sonnig, ganzjährig Raumtemperatur
• Pflege: viel gießen, regelmäßig besprühen, hohe Luftfeuchtigkeit
• Warum geeignet: pollenarm, kaum Blüten
10. Goldfruchtpalme

In den Tropen von Madagaskar wird diese Palmenart schon mal gute 10 Meter hoch. Als Zimmerpflanzen überschreitet sie die 2 - 3 Meter allerdings selten, das Wachstum im Topf ist deutlich langsamer als in der freien Natur. Dennoch benötigt sie regelmäßig Wasser und in der Wachstumsphase auch gerne mal gelegentliche Düngerzugaben.
• Merkmal: gefiederte Blätter, braune Sprenkeln auf den gelblichen Stämmen
• Standort: warm und hell, aber keine direkte Sonne
• Pflege: pflegeleicht, mäßig gießen, aber Wurzelballen stets feucht halten
• Warum geeignet: pollenarm
Gut zu wissen
Grünpflanzen sind nicht nur dekorativ, sie tragen auch zu einer angenehmen Wohlfühlatmosphäre bei. Auch Allergiker müssen auf diese natürlichen Begleiter nicht verzichten. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks lässt sich das Risiko allergischer Reaktionen deutlich reduzieren.
Tipp 1: Vermeiden Sie Staunässe in den Übertopfen, da eine dauerhafte Befeuchtung und fehlende Durchlüftung der Erde zu Schimmel führen können.
Tipp 2: Entscheiden Sie sich, wenn möglich für Pflanzen mit glatten Blättern, da sie weniger Staub und Pollen sammeln.
Tipp 3: Stellen Sie auch pollenarme Pflanzen nicht ins Schlafzimmer.
Tipp 4: Bevorzugen Sie robuste Pflanzen, da diese weniger Schädlinge anziehen und somit das Allergierisiko verringern.
Tipp 5: Verwenden Sie Hydrokultur: Erdstaub und Schimmelbildung sind gering, dafür ist die Reinigung einfach und die Nährstoffzufuhr kontollierbar, so dass sich optimale Bedingungen für die Pflanzen ergeben und diese weniger anfällig werden.
FAQs: Häufige Fragen zu allergikerfreundlichen Pflanzen – wir antworten!
- Wie pflege ich allergikerfreundliche Pflanzen richtig? Betroffene Allergiker sollten die Pflanzen an hellen, gut belüfteten Plätzen aufstellen, Staunässe vermeiden und die Blätter regelmäßig abwischen oder abduschen. So bleibt die Pflanze gesund und die Luft sauber, ohne dass Allergien begünstigt werden.
- Was sind die 5 häufigsten Allergien im Zusammenhang mit Pflanzen? Pollenallergie, Sporen- & Schimmelallergie, Blattstauballergie, Kontaktallergie & Reizung der Haut, Düfte oder ätherische Öle.
- Kann ich die allergiefreundlichen Pflanzen bei Dehner bestellen? Ja, der Dehner Online-Shop mit seiner großen Auswahl an Pflanzen bietet einen Pflanzenversand an und Sie können sich Ihren grünen Liebling direkt nach Hause schicken lassen.
- Welche Pflanzen können Allergien auslösen? Die folgenden Pflanzen sind bei Allergikern nicht geeignet: Ficus, Flamingoblume, Efeu und Oleander enthaltgen reizauslösende Pflanzensäfte. Hyazinthen, Lilien und Jasmin sind stark duftende Pflanzen und setzten Duftstoffe frei. Dahlien, Chrysanthemen und Sonnenblumen sind pollenreich und können für Niesanfälle oder Heuschnupfen sorgen.












