
Magnolien: Standort und Pflege
Magnolien zählen zu den beliebtesten Frühjahrsblühern für den Garten. Mit ihrer Blütenpracht sind die Pflanzen wahre Eyecatcher und verzaubern den Betrachter. Ob als Solitär in Einzelstellung oder in Kombination mit anderen Kleinsträuchern oder Stauden – alles ist möglich.
Autorin: Cornelia Förster
Arten bei Dehner im Überblick
Weltweit gibt es ca. 200 Magnolien-Arten. Sie sind nach dem französischen Botaniker Pierre Magnol benannt. Zur Familie der Magnoliengewächse (Magnoliaceae) zählen neben den verschiedenen Magnolien auch die Tulpenbäume (Liriodendron). Nach heutigem Kenntnisstand gehört diese Familie zu den ältesten Blütenpflanzen der Erde. Die Blütenfarben der Magnolien sind äußerst vielfältig: von strahlendem Weiß über kräftiges Pink und dunkles Rot bis hin zu zartem Gelb – für jeden Magnolienliebhaber findet sich die passende Art.
Der ideale Standort: Wo fühlen sich Magnolien wohl?
Magnolien fühlen sich an sonnigen Standorten besonders wohl, doch auch halbschattige Plätze eignen sich gut. Wichtig zu wissen: Je schattiger der Standort, desto geringer ist der Blütenansatz. Damit die hübschen Blüten lange am Baum bleiben, sollte die Magnolie windgeschützt stehen.
Magnolien bevorzugen einen leicht sauren und durchlässigen Boden. Beim Pflanzen empfiehlt es sich, das Pflanzloch mit Rhododendronerde zu füllen. Da Magnolien flach wurzeln, sollte der Boden im Wurzelbereich nicht intensiv bearbeitet werden – auf Umgraben oder tiefes Haken ist daher zu verzichten.
Verwendung der Königin der Blütensträucher
Ihre volle Pracht entfalten Magnolien vor allem in Einzelstellung, beispielsweise als Hausbaum. Für Tulpen-, Purpur- oder Duftmagnolien ist eine direkte Nachbarbepflanzung weniger geeignet. Sternmagnolien hingegen lassen sich durch ihren zierlichen Wuchs gut in Mischpflanzungen integrieren. Auch im Pflanzgefäß machen schwachwüchsige Sorten eine tolle Figur.
Wer einer Fläche zusätzlich Farbe verleihen möchte, kann den Bereich unter Magnolien mit flach wurzelnden, immergrünen Stauden bepflanzen. In Kombination mit Frühlingsblühern wie Krokussen, Traubenhyazinthen oder Blausternchen entsteht so ein besonders harmonisches Gesamtbild.
Haben Sie ältere Magnolienbäume in Ihrem Garten stehen, können Sie einzelne Zweige oder Äste rausschneiden und diese in die Vase stellen. Im Januar bzw. Februar geschnittene Zweige blühen innerhalb von 2–3 Wochen auf und entzücken mit ihrem Gesamtbild.
Wie pflege ich Magnolien am besten?
Düngung: Die Pflanzen sind recht salzempfindlich. Sie sollten deshalb nicht mit einem Volldünger gedüngt werden. Gut geeignet sind organische Düngermaßnahmen wie das Ausbringen des eigenen abgelagerten Kompostes oder Hornspäne.
Wassergaben: Bei anhaltender Trockenheit müssen die Pflanzen regelmäßig gegossen werden. Für einen üppigen Wuchs benötigen sie einen frischen bis feuchten Boden. Ist der Boden zu trocken, reagieren die Magnolien mit gelben Blättern und stellen das Wachstum ein.
Rückschnitt: Im Vergleich zu anderen blühenden Gehölzen vergreisen Magnolien nicht. Nur abgestorbene oder nach innen gerichtete Triebe der Pflanzen müssen entfernt werden. Die Magnolien-Arten haben eine schöne Wuchsform und wachsen harmonisch und natürlich ohne Schnitt.
Überwinterung: Vor allem bei jüngeren Exemplaren oder bei sehr früh blühenden Sorten wie der Tulpen-Magnolie empfiehlt sich ein geschützter Standort. Auch ein entsprechender Winterschutz ist für den Blütengenuss von Vorteil. Gut zur Abdeckung geeignet sind Laub, Mulch oder Vliese bzw. Schilfmatten. Ältere Gehölze sind in der Regel winterhart.
Pflanzung im Pflanzgefäß
- Schwachwüchsige Arten wie die Magnolia stellata eignen sich hervorragend für die Kübelpflanzung auf Terrasse, Balkon oder sogar vor der Haustür.
- Für ausreichend Wurzelraum sollten Sie die Pflanzen in mindestens 70–80 cm breite und 60–70 cm hohe Kübel pflanzen.
- Um Staunässe zu vermeiden, empfiehlt sich eine Drainageschicht im unteren Drittel des Gefäßes.
- Gut geeignet zum Befüllen des restlichen Topfvolumens ist eine Rhododendronerde mit saurem pH-Wert.
- In den Sommermonaten muss auf eine ausreichende Bewässerung geachtet werden, da es Magnolien gerne feucht haben. Im Topf trocknet die Erde rascher aus als der übrige Gartenboden.
- Der beste Zeitpunkt, um Magnolien umzupflanzen bzw. in einen größeren Topf umzusiedeln, ist der Herbst.
- Magnolien im Pflanzgefäß ziehen vor den ersten Minustemperaturen in ihr Winterquartier und können im Mai wieder vor die Tür.







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