
Storchschnabel – traumhafter & pflegeleichter Bodendecker
Charmant, vielseitig und zugleich edel – die verschiedenen Arten und Sorten des Storchschnabels bringen Farbe und Frische in den Garten. Besonders attraktiv sind dabei die zarten Blüten und die unkomplizierte Pflege dieser robusten Pflanze.
Autorin: Cornelia Förster
Standort und Sortenübersicht
Soll der passende Platz für diese Schönheiten gefunden werden, lohnt sich ein Blick auf ihre Herkunft. Viele Storchschnabel-Arten sind in unseren Breiten heimisch – etwa der Wald-Storchschnabel (G. sylvaticum), der Blutrote Storchschnabel (G. sanguineum) oder der Wiesen-Storchschnabel (G. pratense). Andere stammen aus Asien oder Südosteuropa, wurden gärtnerisch weiterentwickelt und bereichern inzwischen zahlreiche Gärten. Einige Arten sind immergrün, andere verlieren im Winter ihr Laub, doch wie für Stauden typisch, sind sie fast alle zuverlässig winterhart.
Die meisten Storchschnäbel bevorzugen einen mäßig feuchten Standort mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden, der Staunässe vermeidet. Spannend an der Storchschnabelfamilie (Geraniaceae) ist ihre Vielfalt: Für nahezu jeden Gartenboden findet sich eine passende Art – mit Blütenfarben von Rosa, Weiß und Magenta bis hin zu tiefem Lila oder fast Schwarz. Je nach Sorte erreichen die Pflanzen eine Höhe von etwa 15–100 Zentimetern.
Richtige Pflege des Storchschnabels im Beet & Topf
Storchschnabelgewächse sind pflegeleicht und anspruchslos – solange ihre Standortwünsche beachtet werden. Extrem sonnige oder staunasse Plätze mögen sie nicht, ansonsten kommen sie mit den meisten Gartensituationen gut zurecht. Lediglich frisch gepflanzte Exemplare benötigen bei sonnigem Wetter zusätzliches Wasser.
Ein Rückschnitt fördert bei vielen Arten und Sorten eine zweite Blüte (Remontieren). Ideal ist er, wenn der Großteil der Blüten im Spätsommer zu welken beginnt. Schneiden Sie die Pflanzen bis auf eine Handbreit über dem Boden zurück; lassen Sie einige Blätter stehen, treibt die Staude schneller wieder aus. Danach danken Storchschnäbel einen schnell wirkenden Mineralstoffdünger und zuverlässige Wassergaben.
Eine Teilung zur Verjüngung ist über lange Zeit nicht nötig, da die Pflanzen sehr langlebig sind.
Handelt es sich um in Beete gepflanzte Storchschnäbel, sind keine zusätzlichen Winterschutzmaßnahmen notwendig. Stauden im Topf freuen sich über Schutzvlies, Reisigabdeckungen und einen geschützten Standort.
Der Storchschnabel steht nicht auf dem Speisezettel von Schnecken und bleibt deshalb auch in Schneckenjahren vor dem Anknabbern verschont. Auch sonst sind die Pflanzen äußerst robust und werden so gut wie gar nicht von Schädlingen oder Krankheiten heimgesucht.
Pflegeequipment für die Stauden
So bleiben Ihre Pflanzen gesund und kräftig
Verwendung der kleinen Alleskönner
Bodendecker sind perfekt geeignet, wenn es um eine flächendeckende Bepflanzung geht. Sie schützen vor Erosion, reduzieren die Verdunstung des Bodenwassers und unterdrücken durch ihren dichten Wuchs das Aufkommen von Unkraut.
Eine größere Fläche mit nur einem Bodendecker schafft Ruhe im Gartenbild. Manche Arten wie der Wiesenstorchschnabel entzücken darüber hinaus mit ihrer prächtigen Herbstfärbung. Ebenso reizvoll sind Kombinationen mit anderen Bodendeckern – etwa mit anderen Bodendeckern wie Frauenmantel, auffälligen Stauden-Highlights wie Rittersporn oder Sonnenhut sowie mit Gehölzen.
Die ideale Stückzahl der benötigten Storchschnäbel je Fläche können Sie auf den Artikelseiten ganz leicht und schnell selbst berechnen. Als grobe Faustformel gilt: 8–10 Pflanzen je Quadratmeter.
Kunterbunte Staudenwelt zur Vergesellschaftung
Gleich im Set in bester Gesellschaft






