
Essbare Blüten – ein Genuss für den Gaumen
Schon im Frühling verleihen die ersten Blüten den Gerichten das gewisse Etwas. Doch Blüten verschönern nicht nur saisonale Salate oder Smoothies, sie geben Speisen das ganze Jahr über eine besondere Note.
Autorin: Cornelia Förster
Essbare Blüten? Wie kams?
Bereits unsere Vorfahren schmückten Naschwerk, kalte und warme Gerichte mit aromatischen Blüten. Mit wachsender Industrialisierung verschwanden die Kenntnisse über essbare Pflanzen und Blüten immer mehr. Exotische Pflanzen und Massenproduktionen verdrängten zunehmend den Bereich der heimischen Zier- und Wildpflanzen im Nutzgarten.
Heute erlebt dieses Wissen eine Renaissance: Das wachsende Interesse an gesunder Ernährung und der Freude am Essen bringt heimische Pflanzen wieder auf den Teller – warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah sprießt?
Farbkleckse, die übers Jahr verteilt schmecken!
Eine kunterbunte Vielfalt an zarten Blüten steht Genießern und Blumenfreunden zur Verfügung. Sie ergänzen das kulinarische Verwöhnprogramm mit Geschmack und Würze.
Vielfalt: Beliebte Blüten für Genießer
Den Tisch mit bunten Blüten decken und Ihre Lieben mit außergewöhnlichen Geschmacksnoten verzaubern – das geht ganz leicht und bereitet Groß und Klein Freude! Viele der duftenden Blumen wachsen im heimischen Garten oder können durch Aussaat von Samen gezogen werden.
Blütenzeit ist Erntezeit
Ernten Sie Blüten an einem trockenen, milden Morgen, sobald der Tau abgetrocknet ist. Blüten, die bei voller Sonne geerntet werden, verlieren an Aroma. Bevor es in die Küche geht, reinigen Sie die Blüten am besten durch Abklopfen, um kleine Insekten zu entfernen.
Wählen Sie Blüten, die gerade geöffnet oder in voller Blüte stehen – sie enthalten die besten Geschmacks- und Farbstoffe. Verblühte oder verwelkte Blüten verlieren ihre Qualität. Sammeln Sie am besten fern von Straßen, Industrie oder belasteten Böden und schneiden oder zupfen Sie die Blüten vorsichtig mit sauberer Schere oder scharfem Messer ab.
Achtung! Nur bekannte Blüten dürfen auf den Teller. Nicht jede Blüte ist essbar. Einige können giftig sein und sind nicht zum Verzehr geeignet.
Dehner-Tipp: Verwenden Sie bitte nur ungespritzte Pflanzen – am besten aus eigenem Bio-Anbau. Zugekaufte Zierpflanzen, die Sie in der Küche nutzen möchten, sollten immer erst im Folgejahr geerntet werden.
Umgang nach der Ernte
Frisch auf dem Teller: Essbare Blüten sind empfindlich und sollten möglichst frisch verwendet werden. Wickeln Sie sie in feuchtes Küchenpapier und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf. So bleiben sie ein bis zwei Tage haltbar.
Trocknung und Lagerung: Genießerblüten trocknen luftig über Kopf hängend oder auf einem Kuchengitter liegend. Das Prinzip ist das Gleiche wie bei der Herstellung von Strohblumen. Je nach Art dauert der Trocknungsprozess unterschiedlich lange: Lavendel- oder Holunderblüten trocknen schneller, Rosen benötigen deutlich mehr Zeit. Aufgelegte Blüten müssen mehrmals während des Trocknungsprozesses gewendet werden, da eine verbleibende Restfeuchte sonst zu Schimmel führen kann.
Gut zu wissen! Alternativ können "kandierte Blüten" auf Kuchen und Torten oder dem Dessert ein wahrer Hingucker sein. Auch "Blüten oder Kräuter in Eiswürfeln" haben ihren Effekt.



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