
Bienenfreundlicher Garten – ein Zuhause für Summer
Was wäre ein Sommer ohne summende Bienen, brummende Käfer oder tanzende Schmetterlinge? Mit vielfältig bepflanzten Beeten, üppig blühenden Blumen und heimischen Kräutern schaffen Sie im Garten oder auf dem Balkon einen wertvollen Lebensraum für unsere fliegenden Freunde.
Autorin: Kathrin Knechtel
Die Honigbiene und ihre Verwandten
Wussten Sie, dass es bei uns über 500 heimische Wildbienen-Arten gibt? Doch kaum jemand kennt und beachtet diese, weil sie oft nur für kurze Zeit in Erscheinung treten oder als Solitärbienen leben.
Unsere Honigbiene
Doch die wohl bekannteste Biene ist natürlich unsere Honigbiene (Apis mellifera). Sie fliegt rund 3 km weit um den Bienenstock, um nach passenden Blüten zu suchen. Ladet dann ihre Taschen an den Hinterbeinchen mit Pollen voll, verzehrt den Nektar der Blüte und fliegt wieder Richtung Bienenstock. Zurück lässt sie fremde Pollen, die die Blüten dann bestäuben.
Die Honigbiene braucht einen engagierten Imker, um als Nutztier reichlich Honig produzieren zu können. Das Imkern funktioniert übrigens auch gut im eigenen Garten, zum Beispiel mit gemieteten Bienenstöcken.
Bienenfreundliche Stauden & Kräuter
Tipp: Nicht nur für uns Menschen sind Stauden ein echter Blickfang, auch die heimischen Bienen freuen sich über die lange Blütezeit. In der richtigen Kombination können Sie von März bis in den Oktober hinein den Insekten mit den mehrjährigen krautigen Pflanzen eine Nahrungsquelle bieten. Und mit den passenden Kräutern dazu haben auch Sie leckere Gewürze zum Kochen und Genießen.
Ein Bienengarten auf dem Balkon
Sie haben nur einen Balkon? Kein Problem! Auch diesen können Sie in einen kleinen Bienengarten verwandeln. Schmücken Sie zum Beispiel Ihre Balkonkästen mit bienenfreundlichen Pflanzen wie Goldmarie, Zauberschnee, Fächerblume, Verbene oder Löwenmäulchen. Oder hübschen Sie Ihren Balkon mit schicken Übertöpfen mit Lavendel, Margeriten oder Wandelröschen auf. So oder so – im Nu können Sie das bunte Treiben der Bienen, Insekten, Hummeln & Co. auf Ihrem Balkon beobachten.
Bruthöhlen für Bienen schaffen
Viele Wildbienen brauchen Sand und Lehm, um Bruthöhlen zu bauen. Hierfür können Sie Sand in die Pflasterfugen kehren und karge, sandige Flächen im Beet zulassen. Auch ein Trog voll Lehm und Erde zieht viele Bienenarten und andere Insekten an. Bepflanzen Sie diesen locker mit ein paar Kräutern oder Glockenblumen und schon haben Sie einen kleinen Bienengarten und einen Hingucker zugleich. Außerdem kann etwas Unordnung im Garten gar nicht schaden: Lassen Sie im Winter trockene Stängel und Blütenstände stehen und häufen Sie Gehölzschnitt an, um einen Unterschlupf für Tiere zu schaffen.
FAQs: Häufige Fragen zum Bienengarten – wir antworten!
- Kann ich auch in einem kleinen Garten oder Balkon einen Bienengarten anlegen? Auch Blumenkästen, Töpfe und kleine Beete können mit bienenfreundlichen Pflanzen gefüllt werden. Schon wenige Pflanzen bieten Bienen Nahrung.
- Welche Strukturen außer Pflanzen sind wichtig? Totholz, Sandflächen, Trockenmauern und Insektenhotels bieten Bienen und anderen Bestäubern Nistmöglichkeiten. Auch eine wilde Ecke im Garten ist wertvoll.
- Ist ein Bienengarten auch für andere Insekten nützlich? Ja, er unterstützt auch Schmetterlinge, Hummeln, Käfer und viele andere Nützlinge, die zur Artenvielfalt beitragen.
- Wie kann ich Bienen zusätzlich unterstützen? Eine flache Wasserstelle mit Steinen oder Moos als Landeplatz hilft Bienen beim Trinken. Auch das Stehenlassen verblühter Pflanzen bis in den Winter bietet Schutz und Nahrung.








.jpg&w=3840&q=75)
