10 % auf Wildvogel- & Wildtiersortiment* zum Weltspatzentag
Spatz-326

PAYBACK

Warenkorb
Bodenverbesserung im Hausgarten

Bodenverbesserung im Hausgarten

Der Boden und seine Beschaffenheit zählen zu den wichtigsten Elementen im Garten für gesundes und üppiges Wachstum. Ein guter Gartenboden hat eine krümelige Struktur, speichert ausreichend Wasser und ist zugleich gut durchlüftet. Er hält für die Pflanzen die passenden Nährstoffe bereit und lässt sich gut bearbeiten. All diese Eigenschaften werden durch das Zusammenspiel von Sand, Lehm, Ton und Humus im Boden erzeugt. 

Autorin: Cornelia Förster

Die vier Hauptbodenarten

Generell werden die Bodenarten zur Vereinfachung in vier Hauptarten unterteilt: Sand, Schluff-, Ton- oder Lehmböden. Die Einteilung der Böden lässt sich nach der Korngröße bestimmen. Nur selten kommen die Böden in ihrer reinen Form vor. Meist bezeichnet ein Überschuss der jeweiligen Art die Bodenart.   

Anhand der Bodenart lässt sich einiges für die Pflege und den Anbau ableiten. Ein sandiger Lehmboden ist z. B. gut bis sehr gut zu bearbeiten. Er ist gut durchlüftet, kann aber durchaus eine Portion Nährstoffe vertragen. Mit einer zusätzlichen Humuszufuhr bzw. Düngung können Nährstoffe in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt werden. Das Wasserhaltevermögen ist in dieser Kombination dann durchaus als gut zu bezeichnen – wie auch die Wasserversorgung der Pflanzen. 

Eigenschaften Sand
(0,063–2 mm)
Schluff
(0,002–0,063 mm)
Ton
(<0,002 mm)
Lehm
(Gemisch aus den 3 Arten)
Bearbeitung des Bodens sehr gut mittel sehr schlecht gut
Speicherung der Nährstoffe sehr schlecht schlecht sehr gut gut
Nachlieferung der Nährstoffe schlecht gut gut sehr gut
Wasserhaltevermögen sehr schlecht gut sehr gut sehr gut
Wassernachlieferung schlecht sehr gut schlecht gut
Drainagewirkung sehr gut sehr schlecht schlecht mittel

Bodenanalyse: Welche Bodenart lieg vor?

Und wie sieht es mit den Nährstoffen aus? Zunächst macht es durchaus Sinn, den Gartenboden etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Durch exakte und regelmäßige Bodenanalysen im ca. 2–3 Jahrestakt kennen Sie Ihren Boden und können für Ihre Blumen, Gemüse, Obst- und Ziergehölze wie auch den Rasen eine bedarfsgerechte Düngung berechnen. Die Analyse beinhaltet folgende Werte: Bodenart, pH-Wert, Phosphor-Gehalt, Kali-Gehalt, Magnesium-Gehalt und Humus-Gehalt.


Weist der Boden einen Nährstoffmangel oder -überschuss auf, kann es zur Unterversorgung oder auch Festlegung bestimmter Nährstoffe kommen. Wichtig zu wissen: Der Nährstoff, der im Mangel ist, beeinflusst gemäß dem Minimumgesetz die Aufnahme aller übrigen Nährstoffe. Eine Pflanze kann sich nur so weit entwickeln, wie es die knappste Ressource erlaubt. Dies hat Auswirkungen auf Wuchs, Ernteerträge, aber auch Krankheits- und Schädlingsanfälligkeit.

Ein wichtiger Faktor – der pH-Wert

Neben Wasser und Licht ist die Erde mit ihrer Struktur und Nährstoffdichte entscheidend, wenn es um das Wachstum der Pflanzen geht. Gerade der pH-Wert (Potentia Hydrogenii) spielt bei der Bodenbeschaffenheit eine besonders wichtige Rolle. Was ist der pH-Wert? Der pH-Wert gibt die Konzentration freier Wasserstoff-Ionen. in einer Bodenlösung an. Je kleiner der pH-Wert (<7) , desto saurer ist die Lösung und umgekehrt. 

Die meisten Pflanzen wie Gemüsepflanzen fühlen sich bei einem schwach sauren bis alkalischen Milieu (pH-Wert 6–7) am wohlsten. Moorbeetpflanzen wie Rhododendren oder Azaleen wachsen am besten auf saurem Boden. Passt der pH-Wert nicht, fahren die meisten Pflanzen ihren Stoffwechsel runter und können erkranken. 

Hinzu kommt der Einfluss des pH-Wertes auf die Bodenorganismen und deren Aktivität. Bodenlebewesen sorgen für eine krümelige Struktur des Bodens und reichern diesen zusätzlich zu Düngemaßnamen mit Nährstoffen an. Die meisten fleißigen Helfer stellen ihre Arbeit bei sauren Böden ein. 

Sie möchten Nährstoffdefizite ausgleichen?

Passende Dünger liefern Ihren Pflanzen, was sie brauchen

0 von 0 Produkten gesehen

Verbesserung der Bodenstruktur leicht gemacht

    Glühbirnen-Icon 

     

    Wissenswert: Perlite sind ebenfalls ein ausgezeichnetes Bodenverbesserungsmittel, da sie die Belüftung fördern, Wasser speichern und Staunässe verhindern. Es eignet sich ideal für Topfpflanzen und Gartenböden, um das Wurzelwachstum zu unterstützen. Mischen Sie je nach Bodenart 10–30 % Perlite in die Erde. Lehmböden sind dichter und weniger durchlässig als Sandböden. Sie benötigen einen höheren Anteil an Perlite.

    Boden umgraben – ja oder nein?

    Im Herbst können Sie die Bodenstruktur und -belüftung durch das Umgraben mit dem Spaten fördern. Die folgende Frostgare der Wintermonate sorgt für feinkrümelige Erde, die sich hervorragend für die nächste Bepflanzung eignet. Diese Variante ist vor allem bei schwereren Böden wie Lehmböden oder bei Neuanlage eines Beetes zu empfehlen. Zu bedenken gilt: Durch das Umkrempeln des Bodens werden viele Bodenlebewesen geschädigt und Nährstoffe ausgewaschen.

    Die Organismen des Bodens schonen und eine Nährstoffauswaschung verhindern können Sie, indem Sie die Bodenoberfläche über den Winter mit Gründüngungspflanzen abdecken und den Boden im Frühjahr oberflächlich lockern. Möchten Sie Kompost oder abgelagerten Mist ausbringen, empfehlen sich ebenfalls die Monate März und April, also kurz vor der Einsaat bzw. dem Einsetzen der Pflanzen.


    Gehört Ihr Boden zu den leichteren Gartenböden oder möchten Sie Ihren Boden zum Schutz der Bodenorganismen auf keinen Fall grob bearbeiten, können Sie ihn auch mulchen oder Gründüngungspflanzen im Herbst aussäen. Zur Bodenlockerung arbeiten Sie die Erde dann nach dem Winter mit einem Sauzahn, einer Handegge oder Harke durch. Dabei handelt es sich um Kultivatoren, die den Boden lockern, ohne ihn zu wenden.

     

    Zu den Gartengeräten

    FAQs: Häufige Fragen zum Thema Bodenverbesserung – wir antworten!

    • ​​​​​​Woran erkenne ich, dass der Boden Hilfe braucht? Typische Anzeichen sind ein harter oder staubiger Boden, gestautes Wasser, verringertes Pflanzenwachstum und fehlende Bodenlebewesen. 
     
    • ​​​​​​Wann ist der beste Zeitpunkt, um mit einer Bodenverbesserung tätig zu werden? Ein günstiger Zeitpunkt ist im Frühjahr, wenn man den Boden auf die neue Saison vorbereitet. Alternativ auch im Herbst, um den Boden vor dem Frost richtig zu versorgen.
     
    • Wie finde ich heraus, was der Boden braucht? Eine Bodenanalyse liefert wichtige Informationen über den pH-Wert, Nährstoffgehalt und die Beschaffenheit (Sand, Lehm etc.) des Bodens, auf dessen Basis dann gezielt gedüngt und gepflegt werden kann. 
     
    • Wie führe ich eine Bodenanalyse durch? Spezielle Bodentest-Sets helfen bei der Analyse in Eigenregie. Dazu müssen in der Regel lediglich verschiedene Stichproben aus dem Boden genommen werden, die in ein Untersuchungsröhrchen mit Bodentest-Tabletten gesteckt und ausgewertet werden. Alternativ können die Proben in ein anerkanntes Bodenlabor geschickt werden. Die Auswertung beinhaltet im Idealfall bereits Verbesserungsvorschläge.
     
    • Wie oft sollte eine Bodenanalyse durchgeführt werden? Bodenanalysen sind ein tolles Tool, um gezielt zu erkennen, was der Boden an Nährstoffen wirklich braucht. Daher darf eine Analyse gern jährlich durchgeführt werden.

    Weitere Tipps & Trends, die Sie interessieren könnten

      Sie möchten mehr Wissen und noch mehr Dehner?