10 % auf alles für Wildvögel & -tiere
Wild-926

PAYBACK

Warenkorb
Staunässe bei Pflanzen erkennen und richtig handeln

Staunässe bei Pflanzen erkennen und richtig handeln

Staunässe zählt zu den häufigsten Ursachen für Pflanzenschäden beim Garten-, Balkon- und bei Zimmerpflanzen. Oft wird sie erst spät erkannt, da ihre Symptome einem Wassermangel ähneln. Wer jedoch Standort, Bodenbeschaffenheit und die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzen berücksichtigt, kann die Ursache meist schnell eingrenzen.
Autorin: Cornelia Förster

Staunässe: Wenn Pflanzen „nasse Füße“ bekommen

Die Erde ist feucht, die Blätter werden gelb und das Wachstum stockt – viele Hobbygärtner vermuten in dieser Situation zunächst Wassermangel. Tatsächlich steckt oft das Gegenteil dahinter: Staunässe. Bleibt Wasser über längere Zeit im Boden oder Pflanzgefäß stehen, bekommen die Wurzeln nicht mehr genügend Sauerstoff.

Die Folge können Wachstumsstörungen, Wurzelfäule und im schlimmsten Fall das Absterben der Pflanze sein. Die entscheidende Frage lautet dabei nicht: „Wie viel Wasser bekommt die Pflanze?“, sondern vielmehr: „Kann überschüssiges Wasser wieder abfließen?“. Denn gesunde Wurzeln brauchen beides: ausreichend Feuchtigkeit und genügend Sauerstoff. Stimmen diese Voraussetzungen, schaffen Sie die Grundlage für kräftige, widerstandsfähige Pflanzen.

Staunässe erkennen: Liegt wirklich ein Problem vor?

Eine feuchte Erde direkt nach dem Gießen oder einem kräftigen Regenschauer ist völlig normal. Kritisch wird es, wenn der Boden auch nach mehreren Tagen noch durchnässt wirkt oder Wasser längere Zeit auf der Oberfläche stehen bleibt.
Typische Anzeichen auf einen Blick

Typische Anzeichen auf einen Blick

  • Gelbe oder welke Blätter trotz feuchter Erde
  • Schwaches oder stockendes Wachstum
  • Schimmelbildung auf der Erdoberfläche
  • Faulig riechendes Substrat
  • Braune oder matschige Wurzeln
  • Wasseransammlungen nach Regenfällen

Wo tritt die Staunässe auf?

    • Im Kübel oder Balkonkasten

      Im Kübel oder Balkonkasten

      • Staunässe entsteht meist durch fehlende oder verstopfte Abzugslöcher, wassergefüllte Untersetzer oder verdichtete Erde.
      • Prüfen Sie die Wasserabläufe und entfernen Sie Verstopfungen.
      • Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies verbessert den Wasserabfluss.
      • Bei verdichtetem oder unangenehm riechendem Substrat in frische Pflanzenerde umtopfen.

    • Im Beet

      Im Beet

      • Häufige Ursachen sind schwere Lehm- und Tonböden oder verdichtete Flächen.
      • Kompost verbessert langfristig die Bodenstruktur und Durchlässigkeit.
      • Je nach Bodenart kann die Zugabe von grobem Sand sinnvoll sein.
      • Für dauerhaft feuchte Standorte eignen sich Hochbeete oder erhöhte Pflanzflächen.

    • Bei Zimmerpflanzen

      Bei Zimmerpflanzen

      • Häufige Ursachen sind zu häufiges Gießen oder Übertöpfe, in denen Wasser steht.
      • Überschüssiges Wasser aus Übertöpfen und Untersetzern entfernen.
      • Erst gießen, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist.
      • Bei Wurzelfäule oder verdichteter Erde in frisches Substrat umtopfen.

    Lechuza gegen Staunässe entdecken

    Für besseren Wasserabfluss und gesunde Wurzeln

    0 von 0 Produkten gesehen

    Welche Pflanzen leiden besonders unter Staunässe?

    Dauerhaft nasse Böden werden nur von vergleichsweise wenigen Pflanzen gut vertragen. Ob eine Pflanze mit Staunässe zurechtkommt, hängt in erster Linie von der Beschaffenheit ihres Wurzelsystems und ihrer natürlichen Anpassung an wasserreiche Standorte ab. Zu den Arten, die auch längere Phasen mit sehr feuchtem oder nassem Boden tolerieren, zählen beispielsweise Blutweiderich, Sumpf-Iris und die Chamaeleonpflanze. Auch viele Teichpflanzen der Pflanzzone 2 sind an dauerhaft feuchte bis nasse Bedingungen angepasst.

    Wie gut Staunässe vertragen wird, hängt zudem von der Jahreszeit und den Temperaturen ab. Während viele Pflanzen vorübergehend nasse Böden im Sommer deutlich besser verkraften, kann anhaltende Staunässe im Winter problematisch werden. In kalten, dauerhaft feuchten Böden steigt das Risiko von Wurzelschäden, und die Winterhärte vieler Pflanzen nimmt deutlich ab. Deshalb sollten selbst feuchtigkeitsliebende Arten außerhalb spezieller Sumpf- und Teichbereiche nicht dauerhaft in vernässten Böden stehen.

    Was tun bei bereits geschädigten Pflanzen?

    Zeigen Pflanzen deutliche Anzeichen von Staunässe, überprüfen Sie die Wurzeln. Graben Sie die Pflanze vorsichtig aus oder nehmen Sie sie aus dem Topf. Gesunde Wurzeln sind meist hell, fest und geruchlos. Geschädigte Wurzeln hingegen wirken braun bis schwarz, fühlen sich weich an und verströmen oft einen unangenehmen Geruch.

    Sind bereits Schäden vorhanden, können folgende Maßnahmen helfen:
    • Faule Wurzelbereiche entfernen
    • Pflanze in frisches, lockeres Substrat setzen
    • Einige Tage nur sparsam gießen
    • Die Ursachen für die Staunässe beseitigen
    Je früher gehandelt wird, desto größer sind die Chancen auf eine vollständige Erholung der Pflanze.

    Staunässe dauerhaft vermeiden

    Die beste Lösung gegen Staunässe beginnt bereits bei der Pflanzung. Wer Standort und Pflanzenwahl aufeinander abstimmt, kann viele Probleme von vornherein vermeiden. An besonders schwierigen Standorten können Hochbeete, Hügelbeete oder gezielte Drainagemaßnahmen eine sinnvolle Lösung sein.

      • Kübelpflanzen

        Bei diesen sollten Gefäße grundsätzlich über ausreichend große Wasserabzugslöcher verfügen. Eine Drainageschicht und hochwertige Pflanzenerde unterstützen zusätzlich den Wasserabfluss. Spezielle Kübelpflanzensubstrate bleiben dauerhaft strukturstabil und durchlässig. Besonders nach Regenfällen, sollten die Gefäße auf überschüssiges Wasser kontrolliert werden. 
         

      • Eingepflanzt im Beet

        Im Beet zahlt sich eine gute Bodenvorbereitung bzw. Bodenpflege langfristig aus. Regelmäßig eingearbeiteter Kompost verbessert die Bodenstruktur und fördert das Bodenleben. Gleichzeitig helfen lockere Böden den Wurzeln, Wasser und Sauerstoff besser aufzunehmen.

      • In den vier Wänden

        Hier ist das richtige Gießverhalten entscheidend. Eine Drainageschicht aus Seramisgranulat oder Blähtonkann den Wasserabfluss zusätzlich verbessern. Wasser, das sich im Untersetzer oder Übertopf sammelt, sollte zeitnah entfernt werden. Außerdem hilft es, erst dann zu gießen, wenn die oberste Erdschicht bereits leicht abgetrocknet ist.

      Drainage leicht gemacht

      Blähton oder passendes Pflanzgranulat funktioniert immer

      0 von 0 Produkten gesehen

      FAQs: Häufige Fragen zur Staunässe – wir antworten!

      • Was ist, wenn das Wasser nach einem Regen länger als einen Tag stehen bleibt? Die Bodenstruktur sollte überprüft und gegebenenfalls verbessert werden. Lockern Sie die Erde vorsichtig und arbeiten Sie Kompost ein, um die Bodenstruktur langfristig zu verbessern. Bei schweren Lehm- oder Tonböden können zusätzlich Sand oder andere mineralische Zuschlagstoffe die Durchlässigkeit erhöhen.
      • Was hilft bei Staunässe in Kübeln und Pflanzgefäßen? Kontrollieren Sie regelmäßig Abzugslöcher, Untersetzer und die Drainageschicht. Staunässe im Untersetzer sollte zeitnah entfernt werden, damit die Wurzeln nicht dauerhaft im Nassen stehen.
      • Was tun, wenn der Standort dauerhaft feucht ist? Wählen Sie feuchtigkeitsverträgliche Pflanzen oder schaffen Sie erhöhte Pflanzflächen wie Hoch- oder Hügelbeete.

      Weitere Tipps & Trends, die Sie interessieren könnten

        Sie möchten mehr Wissen und noch mehr Dehner?

        Hier reinklicken
        ↑ zum Seitenanfang