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Steckbrief Wüstenrennmäuse

Steckbrief Wüstenrennmäuse

Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Art: Meriones unguiculatus
Größe: 16–23 cm
Verhalten: Tag- und nachtaktiv, Aktivitäts- und Ruhephasen wechseln sich ab, leben in Familien mit engem sozialen Kontakt
Alter: 2–5 Jahre
Futter: Fettarme Sämereien, ergänzt durch Grünfutter und tierisches Eiweiß (z. B. Ei oder Insekten)
Besonderheiten: Brauchen eine ca. 40 cm tiefe Einstreu zum Graben von Tunneln und für geschützte Rückzugsorte
Autorin: Kathrin Knechtel

In unseren Märkten zu finden

Wissenswertes

Die Wüstenrennmaus, auch unter dem Namen Sandrennmaus oder Mongolische Rennmaus bekannt, bewohnte ursprünglich die Steppen der Mongolei und Chinas. Hier hausten die Nager in Familien und ranggeordneten Gruppen in unterirdischen Tunneln und Höhlen. In den 1950er-Jahren gelangten die Mäuse nach Europa und in die USA, wo sie nach einiger Zeit das erste Mal als Haustiere gehalten wurden. Mittlerweile zählen sie zu den beliebtesten Nagetieren überhaupt.

Die Oberseite des Fells der Rennmäuse war ursprünglich sandfarben bis braun, ihre Unterseite weiß bis cremefarben. Durch Züchtungen entstanden weitere Fellfarben und Scheckungen, sodass es heute sogar goldene, silberne und schwarze Tiere gibt.

Verhalten

Der Name der Rennmäuse kommt nicht von ungefähr – die Tiere sind in ihren Aktivitätsphasen äußerst bewegungsfreudig, flink, lieben es zu graben, zu klettern, zu springen und sich im Sandbad zu waschen. Kein Wunder, dass die Tiere, nachdem sie sich ausgepowert haben, eine Ruhepause brauchen. Somit wechseln die tag- und nachtaktiven Tiere den ganzen Tag über Aktivität und Ruhe ab.

Mongolische Rennmäuse sind sehr sozial und leben am liebsten in Kolonien. Sie helfen sich gegenseitig das Fell zu pflegen und schlafen zusammen in ihren unterirdischen Höhlen. Die Tiere erkennen ihre Familie am Geruch, der von der Bauchdrüse abgesondert wird. Fremde Tiere werden angegriffen und vertrieben.

Haltung

Wie auch in der freien Natur wünschen sich Wüstenrennmäuse in der Heimtierhaltung soziale Kontakte zu Artgenossen. Am besten geeignet ist eine Paarhaltung, bestehend aus einem kastrierten Männchen und einem Weibchen oder zwei gleichgeschlechtigen Tieren. Bei größeren Gruppen besteht die Gefahr, dass sich die Tiere nicht verstehen und es zu Streitereien im Mäuseheim kommt.

Während eine Vergesellschaftung von Jungtieren bis zu 6 Wochen meist ohne Probleme vonstattengeht, dürfen erwachsene Tiere nicht ohne Weiteres vergesellschaftet werden. Anderenfalls kann es zu tödlichen Auseinandersetzungen zwischen den Nagern kommen. Selbst eine kurze Trennung der Tiere kann aufgrund des Verlustes des Sippengeruchs zu einer erneuten Vergesellschaftung führen. Trennen Sie die Tiere aus diesem Grund niemals und nehmen sie immer alle Mäuse mit zu Tierarzt & Co.
Finden Sie das ideale Zuhause

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Für die Haltung von zwei mongolischen Rennmäusen empfiehlt die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz eine 100 x 50 x 50 cm große Unterschale sowie einen ca. 30 cm hohen Gitteraufsatz. Für jedes weitere Tier sollte die Grundfläche um 25 % vergrößert werden.

Die Unterschale wird mit einer etwa 40 cm tiefen Einstreu aus Kleintierstreu, Heu und Stroh befüllt. So können die grabfreudigen Tiere Tunnel anlegen und sich dunkle Rückzugsorte schaffen.

Zu den Nagerheimen

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Die richtige Einrichtung für das Rennmäuseheim

Mit Strukturelementen wie Baumwurzeln, Ästen, Korkröhren & Co. sowie einem tierschutzgerechten Laufrad sorgen Sie für Abwechslung und Beschäftigung im Alltag der Rennmäuse. Für ihre Ruhepausen wünschen sich die Tiere neben ihren unterirdischen Bauten Verstecke, die idealerweise nur über dunkle, verwinkelte Röhren erreichbar sind.

Zur Grundausstattung eines artgerecht eingerichteten Geheges gehören außerdem eine Tränke, ein Futternapf sowie ein Sandbad mit Chinchillasand. Achten Sie darauf, die Gegenstände vor dem Umkippen zu sichern und höher zu platzieren, anderenfalls können sie von den grabfreudigen Mäusen eingebuddelt werden.

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Pflege

Wüstenrennmäuse pflegen sich gegenseitig das Fell, baden im Sandbad und nutzen ihre Zähne an Ästen von ungespritzten Bäumen, Wurzeln & Co. ab. Somit brauchen die Tiere zwar keine Hilfe bei ihrer eigenen Pflege, bei der Hygiene des Käfigs sind die Nager jedoch auf ihre Halter angewiesen. Einmal im Monat wird das Nagerheim gereinigt und von verschmutzter Einstreu befreit. Tauschen Sie dabei nicht die komplette Einstreu aus, denn die Tiere orientieren sich stark über ihren Geruchssinn. Der Futternapf und die Wassertränke werden täglich, das Sandbad alle 2–3 Tage gesäubert. Als Badesand sollte auf keinen Fall Vogelsand oder Spielsand genutzt werden. Die scharfen Kanten darin machen das Fell stumpf und struppig. Besser geeignet ist spezieller Badesand oder Chinchillasand.
Pflegeprodukte für Ihre Mäuse
Nahrung

Nahrung

Für eine ausgewogene Ernährung benötigen Rennmäuse fettarme Sämereien sowie frisches Grünfutter. Täglich angebotenes Heu dient nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch zur Beschäftigung und zum Nestbau.

Den Bedarf an tierischem Eiweiß decken hartgekochte Eier oder Futterinsekten. Fettreiche Komponenten wie Nüsse oder Sonnenblumenkerne sollten hingegen nur gelegentlich gefüttert werden. Auf Obst und Brot ist aufgrund der erhöhten Diabetesanfälligkeit vollständig zu verzichten.

Zum Futter

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Beschäftigung

In der freien Natur suchen Rennmäuse täglich nach Sämereien, Gräsern und Insekten. Verstecken Sie daher auch in der Heimtierhaltung regelmäßig Futter in Röhren oder in der Einstreu, um die Tiere zu beschäftigen und ihren natürlichen Suchtrieb zu fördern.
Nagerspielzeug entdecken

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Besonderheiten

Rennmäuse graben für ihr Leben gern und wünschen sich deshalb eine ca. 40 cm tiefe Einstreu in ihrem Zuhause. Hier bauen sie unterirdische Tunnel und schaffen sich dunkle Rückzugsorte. Haben die Tiere aufgrund von zu wenig Einstreu keine Möglichkeit zu buddeln und sich dunkle Schlafhöhlen zu graben, können die Tiere stereotypische Verhaltensweisen aufweisen. Die Nager graben dann beispielsweise in Ecken oder nagen an Gitterstäben.

Artgerecht-Icon 

Rennmäuse sind in vielen Dehner Märkten erhältlich. Unser Team berät Sie gerne zur artgerechten Haltung sowie zur passenden Ernährung und Gestaltung des Zuhauses Ihrer Lieblinge.
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